Duisburg: Eliaß wertet Verlegung der CO-Leitung als Erfolg
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 19.07.2007Duisburg (RPO). Als Erfolg der Ungelsheimer wertete Dietmar Eliaß, Fraktionsvorsitzender der SPD im Duisburger Süden, die Absicht der Bayer Werke, die CO Leitung von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen nun doch nicht durch diesen Stadtteil zu verlegen, sondern auf die Ursprungsplanung zurückzugreifen.
Die nämlich sah und sieht vor, die CO-Leitung – ebenso wie die Leitung der Wingas – durch Trinkwasserschutzgebiet südlich der B 288 zu führen. Vorteil dieses Verlaufes: Die Leitungen müssen nicht gleich zwei Mal die B 288 kreuzen, und sie werden durch unbesiedeltes Gebiet führen.
Warum die Bayer AG die Ursprungsvariante nicht weiter verfolgt hatte, lag nicht zuletzt an Einwendungen der Stadtwerke Duisburg. Die hatten beim Anhörungsverfahren Bedenken bezüglich des Trinkwassers geäußert. „Berechtigte Einwendungen“, wie Umweltdezernent Dr. Peter Greulich erklärte. Denn Trinkwasser sei schützenswert. Nun jedoch hätten sich laut Bayer AG neue technische Voraussetzungen ergeben, so dass die Leitung doch durch dieses Gebiet führen könnte.
Die SPD-Fraktion im Duisburger Süden war davon schon in der vergangenen Woche informiert worden. Sie hatte bei der Fraktionssitzung einen Vertreter von Bayer zu Gast. „Damit sind Wingas und Bayer auf die Bedenken der Ungelsheimer eingegangen“, sagte Eliaß, der noch einmal betonte, dass die SPD nicht gegen den Bau der Leitung an sich sei. Überall verliefen Gefahrgutleitungen und damit müsse man leben.
Kein Verlauf vor Schulen
Jetzt jedenfalls wird die CO Pipeline aller Voraussicht nach nicht mehr direkt vor Haus- und Schultüren verlaufen, sondern unter Wiesen und Felder hindurch. Damit verkürzt sich zudem die Strecke, die bisher mit rund 14 Kilometern auf Duisburger Gebiet ausgewiesen war.
Viele Irritationen und Ärger hätten vermieden werden können, wenn von Anfang an offen und ehrlich informiert worden wäre, sagte Eliaß. Und auch Greulich räumte ein, dass die gesundheitliche Betroffenheit und damit die Sorge der Anwohner von der Verwaltung unterschätzt worden sei. Ein Fehler, den man nicht wiederholen wolle. „Jetzt werden die Karten neu gemischt“, versprach er.
Dass die Gegner der Pipeline nun ihre geplanten Aktionen einstellen, darf bezweifelt werden. Walter Appelrath,Vorsitzender des SPD Ortsvereins Ungelsheim/Mündelheim/Serm, und einer der Organisatoren der Protestbewegung im Duisburger Süden, erklärte, dass die Initiative weiter gegen den Bau der CO-Leitung kämpfen werde, und zwar gemeinsam mit den Initiativen im Kreis Mettmann.
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