Duisburg: Engagierte Jungpolitiker
VON KEVIN STRENZKE - zuletzt aktualisiert: 12.06.2008Duisburg (RPO). Es mutet schon ein wenig seltsam an, wenn 42 Parlamentarier zwischen zehn und 16 Jahren gebannt auf das Eröffnungswort ihres ersten Vorsitzenden Max Juretzko warten. Kann in diesem Alter schon vernünftig Politik betrieben werden? Aber ja doch! Davon konnte man sich jetzt wieder in Sitzungssaal 300 des Duisburger Rathauses überzeugen, wo die dritte öffentliche Sitzung des Jugendparlaments stattfand.
Die in acht Arbeitskreise eingeteilten Jung-Parlamentarier tagen bis zu zwei Mal im Monat und können sogar Anträge an den Jugendhilfeausschuss stellen. So stand etwa das Thema „Kinderdisko im Pulp“ des Arbeitskreises-Event auf der Tagesordnung. „Die Diskos sind ja erst ab 18 Jahren. Unser Arbeitskreis setzt sich für mehr Jugenddiskos ein“, sagt die elfjährige Pia Roos, die sich eigentlich gegen Gewalt an Schulhöfen engagieren wollte und dadurch zum Jugendparlament kam.
Ein Flyer über das Jugendparlament nahm der 13-jährige Can Akdemir zum Anlass, sich als Parlamentarier für die Arbeitsgruppe-Umwelt zu melden. Can macht es Spaß, über Politik zu reden und etwas für die Umwelt zu tun. Und das kann er hier im Rathaus in einer ganzen Gruppe tun. Er kann mit ihr etwas gestalten, sich zum Beispiel für mehr Sauberkeit auf Duisburger Spielplätzen einsetzen. „Ich habe mich schon vorher für Politik interessiert. Durch durch das Jugendparlament ist mein politisches Interesse noch mehr gestiegen“, sagt er.
Zwei Probejahre
Engagement und Interesse sind nicht nur bei Pia und Can in ungewöhnlich hohem Maß vorhanden. Auch andere Jung-Parlamentarier zeichnen sich dadurch aus. Vor allem Politik gestalten in der Gemeinschaft, kann ein Zukunftsmodell für ganz Duisburg werden. Das wird sich jedoch erst am Ende der zwei Probejahre zeigen – dann kann dieses Pilotprojekt auf ganz Duisburg ausgeweitet werden.
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