Duisburg: Entgegen der Einbahnstraße
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 27.03.2008Duisburg (RPO). In Wanheimerort werden demnächst weitere Einbahnstraßen für Radfahrer in beide Richtungen freigegeben. Welche das sein werden, legte jetzt die Bezirksvertretung Mitte fest.
Wanheimerort und Neudorf sind die Vorreiter. Dort werden nach und nach Einbahnstraßen für den Radverkehr in beide Richtungen freigegeben. Gesetzlich ist dies seit 1997 möglich. Andere Städte haben diese Möglichkeit bereits früh umgesetzt. Für Duisburg jedoch war dies bis Sommer vergangenen Jahres neu. Nun sind in Neudorf beispielsweise seit November vergangenen Jahres die Kreutzerstraße und die Silcherstraße in beide Richtungen befahrbar. Für Wanheimerort standen in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Mitte weitere Freigaben auf der Tagesordnung.
Weitere Straßen prüfen
Künftig sollen die Radfahrer dort die auch die Damaschkestraße, die Fuchsstraße, die Ginsterstraße, den Michaelplatz, die Michaelstraße, die Platanenstraße und die Straße Vogelsangplatz beidseitig befahren können. Außerdem erteilten die Bezirksvertreter der Verwaltung den Auftrag die Freigabe zweier weiterer Straßen zu prüfen.
Das Ziel ist es, bisherige Umwegfahrten, die für die Radfahrer durch die Einbahnstraßen entstehen, im gesamten Stadtgebiet nach und nach abzubauen – zumindest in Teilbereichen. Denn nicht überall lässt sich das Vorhaben realisieren. Mal sind die Fahrbahnen zu schmal, mal sind Kreuzungspunkte zu unübersichtlich. So ist beispielsweise nach Untersuchungen der Verwaltung südlich der Fischerstraße die Freigabe der Erlenstraße für Radfahrer aufgrund der dort vorhandenen Fahrbahnbreiten nicht möglich. Dies gilt ebenfalls für die Glaserstraße, Schmiedestraße, Posener Straße und Windthorststraße.
Die jetzt geplante beidseitige Regelung für die Michaelstraße soll in erster Linie einer verbesserten Anbindung des Michaelplatzes an das übergeordnete Straßennetz dienen. Allerdings: Aufgrund der Straßenbahntrasse auf der Düsseldorfer Straße können die ausfahrenden Radfahrer aus der Michaelstraße die Düsseldorfer Straße nicht überqueren. Sie können in diesem Fall nur nach rechts in die Straße einbiegen.
Rund 30 000 Euro wird die jetzige Maßnahme kosten. Denn bei der Öffnung der Einbahnstraßen fallen Markierungen und Beschilderungen an. Schließlich müssen nicht nur die Radfahrer auf die neue Situation hingewiesen werden. Sondern auch die Autofahrer müssen wissen, dass ihnen auf dieser Straße Radfahrer entgegenkommen können.
Mehr im Internet
Mehr über die Öffnung der Einbahnstraßen im gesamten Stadtgebiet ist auf den städtischen Internetseiten unter dem Stichwort „Da kommt was auf Sie zu!“ nachzulesen.
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