Duisburg: "Entschleunigtes" Finale der Kulturhauptstadt
VON INGO HODDICK - zuletzt aktualisiert: 16.12.2010Duisburg (RPO). Für Duisburg geht das Kulturhauptstadt-Jahr am kommenden Samstag, 18. Dezember, mit einer Veranstaltung unter freiem Himmel am Innenhafen zu Ende. Bewusst heißt es "Finale" und nicht "Fest", denn die Loveparade-Katastrophe wirft natürlich noch weiter ihre Schatten.
"Es ist so viel Wut in der Stadt, weil ihr Stolz verletzt ist" meinte Kulturdezernent Karl Janssen gestern gegenüber der Presse. Die Aufbruchs-Stimmung sei zurückgeworfen worden. "Jetzt wollen wir wieder zu den hoffnungsvollen Bildern zurückkehren". Ein künstlerisches Zeichen soll dabei das Finale setzen. "Wir können nicht einfach nur feiern", brachte es Festivalbüro-Chef Frank Jebavy gestern auf den Punkt. Es wird unter der Autobahnbrücke am Museum Küppersmühle daher sogenannte "Erinnerungselemente" geben.
Zum Auftakt um 16.30 Uhr singen zwei Duisburger Chöre, die auch am "!SING - Day of Song" beteiligt waren: der Gospelchor St. Petrus Canisius und Yurdun Sesi. Zum Ausklang gegen 18.10 Uhr gibt es dann Musik mit Mobilée sowie Kabarett mit Kai Magnus Sting und den "Philharmonixx". Beide Gruppen waren auch beim "Still-Leben Ruhrschnellweg" dabei, einige der "A40"-Tische und einige Ballons der "SchachtZeichen" werden auch am Innenhafen zu finden sein.
Im Zentrum um 17.15 Uhr steht die Performance "Ithaka". Unter dem Leitgedanken der "Entschleunigung" will der renommierte Regisseur Johannes Lepper hier Licht, Wasser und Projektionen mit Rezitationen und Musik zu großen, ruhigen Bildern verdichten. Der Synchronsprecher Christian Brückner liest ein Kunstmärchen von Hermann Hesse und aus Homers "Odyssee" jene Passage, wo Odysseus nach Ithaka heimgekehrt, sein Haus aber noch von den Freiern seiner Frau Penelope besetzt ist. Die Musik dazu macht das Tim Isfort Orchester, für die Videoproduktionen verantwortlich sind Jan Wagner und Matthias Neuenhofer. Exakt für 17.54 Uhr plant das WDR-Fernsehen eine achtminütige Live-Schaltung.
Finanziert wird das Duisburger Finale übrigens zur Hälfte von der Kulturhauptstadt selbst, zur anderen Hälfte von den Sponsoren Haniel, Sparkasse Duisburg und Stadtwerke Duisburg AG. Die Stadt Duisburg zahlt keinen Cent dazu.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







