Duisburg: Erkenne die Lage
zuletzt aktualisiert: 27.10.2009Duisburg (RPO). Die Duisburger Filmwoche (2. bis 8. November) präsentiert 25 aktuelle Dokumentationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die von einer Fachkommission aus rund 800 Einreichungen ausgewählt wurden.
"Erkenne die Lage" lautet das Motto der 33. Ausgabe der Duisburger Filmwoche, die vom 2. bis 7. November im Filmforum am Dellplatz stattfindet. Das Duisburger Festival gilt seit Jahren als wegweisend für Dokumentarfilmproduktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Aus mehr als 800 Einreichungen hat eine sechsköpfige Auswahlkommission nach mehrwöchigen, meist gemeinsamen Sichtungen ein Programm zusammengestellt, das nun aus 25 Dokumentarfilmproduktionen besteht. Der wohl bedeutendste Wettbewerb für den deutschsprachigen Dokumentarfilm verspricht ungewöhnliche Einblicke in ganz unterschiedliche Realitäten: Leben in der DDR, Aufwachsen im Islam, die Kunst des Übersetzens, die Kunst des Geschäfte-Machens, Arbeitslosigkeit, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die Welt des Schlagers oder die Welt des Techno. Bekannte Filmwochengäste wie die Preisträger vergangener Jahre, zum Beispiel Harun Farocki, Thomas Heise und Romuald Karmakar, bringen ihre aktuellen Arbeiten mit nach Duisburg. Aber noch unbekannte Filmautoren konnten die Hürde der Auswahlkommission passieren.
Doku-Jugendfilme
Zu insgesamt sechs dok-you-Filmen, die von einer Fachjury im März ausgewählt wurden, haben die Dreharbeiten in verschiedenen Städten in NRW begonnen. Filmemacher entwickeln zusammen mit Jugendlichen den Drehbuchstoff und realisieren im Anschluss gemeinsam das Filmprojekt. Auf der Filmwoche werden vier dok-you-Projekte vorgestellt, darunter u.a. Nick & Tim der Kölner Filmemacherin Bettina Braun, die 2004 mit ihrem Film "Was lebst du?" den RP-Publikumspreis gewann.
Wie in Duisburg üblich, vertreten alle Autoren ihre Filme in einer öffentlichen Debatte im Anschluss an die Vorführung.
Die Hamburger Untertitelungsfirma subs wird auf der diesjährigen Filmwoche erstmals den Wanderpokal "Der goldene Buchstabe" für den besten Nachwuchsfilm vergeben. Dabei sollen Filme berücksichtigt werden, die sich in besonderer Weise mit interkultureller Kommunikation auseinandersetzen. Der Preis beinhaltet eine Film- oder Videountertitelung in eine beliebige europäische Standardsprache.
Auf der Preisverleihung am 7. November werden zudem die traditionellen fünf Preise im Gesamtwert von 20 000 Euro vergeben: 3sat-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm, dotiert mit 6000 Euro; ARTE-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschen Dokumentarfilm, dotiert mit 6000 Euro. Die ARTE- und 3sat-Jury vergibt gemeinsam den Förderpreis der Stadt Duisburg für den besten Nachwuchsfilm, dotiert mit 5000 Euro.
Eine Jury, bestehend aus Mitarbeitern der Goethe-Institute weltweit, vergibt den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts, dotiert mit 2000 Euro und Ankauf des Films für die weltweite Filmarbeit. Eine Leserjury der Rheinischen Post vergibt den Publikumspreis für den beliebtesten Film des Festivals, dotiert mit 1000 Euro. – Schweden ist der diesjährige Länderschwerpunkt von "doxs! kino", dem Kinder- und Jugendprogramm des Dokumentarfilmfestivals. Das internationale Dokumentarfilmprogramm für Schulklassen findet an vier Vormittagen während der Filmwoche statt. Neben Schweden sind Arbeiten aus Österreich und Deutschland vertreten. Im Anschluss an jede Vorstellung wird gemeinsam mit den Schülern im Kino über die Filme diskutiert.
Informationen im Internet unter www.duisburger-filmwoche.de
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







