Duisburg: Ersatzlösung für Querspange gesucht
zuletzt aktualisiert: 10.10.2009Duisburg (RPO). Rheinhausen (szf) Das Projekt "Querspange" zwischen der L 473 n und dem Gewerbegebiet Hohenbudberg ist beerdigt. Die Straße ist für die Stadt nicht mehr finanzierbar, argumentiert die Verwaltung (wir berichteten). Die Rheinhauser Lokalpolitiker reagierten darauf mit Entrüstung: Bei der letzten Sitzung der alten Bezirksvertretung nach der Wahl kochten die Emotionen noch einmal hoch.
"Was sich die Verwaltung hier erlaubt ist skandalös", empörte sich Reiner Friedrich (SPD). Den Bau absagen zu wollen, "ohne auch nur Alternativvorschläge vorzulegen, ist eine bodenlose Unverschämtheit". Es seien "erhebliche Steuermittel" geflossen, um das Gewerbegebiet aufzubauen. Die Investoren dort hätten sich auf die Erschließung verlassen.
"Ich weiß nicht, was sich die Verwaltung dabei denkt", schlug der parteilose Hans-Joachim Brendel in die gleiche Kerbe – vor allem erzürnt darüber, dass die Honorarkosten sich im Laufe der Planung mehr als verdreifacht hätten.
Die Bezirksvertretung entschied geschlossen, das von der Stadt vorgelegte Papier zum Ende der Querspange abzulehnen. Die Verwaltung soll noch einmal an die Arbeit gehen und prüfen, ob die zur Förderung des Baus zugesagten öffentlichen Mittel auch für andere Lösungen eingesetzt werden könnten. Es müssten Alternativen her.
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