Duisburg: Erst Gemüse, dann Parolen
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 17.01.2009Duisburg (RPO). In Hochfeld findet wie gewohnt am Morgen der große Wochenmarkt statt, bevor der gereinigte Platz gegen 14.30 Uhr den Demonstranten gegen Israel und den Krieg im Gazastreifen überlassen wird.
Die beiden für heute angekündigten Demonstrationen werden in Duisburg einiges durcheinanderbringen, so den Fahrplan der DVG. Sie teilte gestern mit, dass auf ihrer Straßenbahnlinie 903 sowie auf elf Buslinien wegen der Veranstaltungen mit Beeinträchtigungen gerechnet werden müsse. Zwischen 13.30 und 16.30 Uhr werden die Bahnen der Linie 903 in beide Richtungen die Haltestellen Hochfeld Süd Bahnhof, Marienhospital, Pauluskirche, Siechenhausstraße und Brückenplatz nicht ansteuern.
Die Bahnen werden über die Düsseldorfer Straße (Linie U79) umgeleitet. Die Buslinien 921, 924 und 937 stoppen nicht an den Haltestellen Hochfeldstraße und Pauluskirche. Wegen Straßensperrungen sind nach DVG-Angaben außerdem die Buslinien 923, 926, 928, 929, 933, 939, SB 10 und SB 30 beeinträchtigt. Die Sperrungen beziehen sich auf die Bereiche Marientor, Friedrich-Wilhelm-Platz sowie auf die Haltestellen Schwanentor, Kuhtor, Friedrich-Wilhelm-Platz, Marientor, Lehmbruck-Museum und Tonhallenstraße.
Der in der Regel große und gut besuchte Hochfelder Wochenmarkt findet wie gewohnt statt. Etwa ab 13 Uhr werden die Stände abgebaut und die Fläche wird gereinigt, damit der Platz gegen 14.30 Uhr für die Demonstration der Organisation "Human Dignity and Rights" frei ist. Die Teilnehmer dieser Veransaltung planen, zum Burgplatz in der Innenstadt zu ziehen, auf dem bereits seit gestern die Hinweistafeln stehen, dass dort heute nicht geparkt werden kann.
Wie die Polizei gestern mitteilte, seien im Vorfeld mit den Verantwortlichen der Veranstalter der Demonstrationen am Dellplatz und in Hochfeld konstruktive Gespräche geführt worden. Danach gehe die Einsatzleitung von einem friedlichen Verlauf der Veranstaltung aus. Welchen genauen Weg die Demonstranten bei ihrem Marsch durch die Stadt einschlagen werden, dazu machte die Polizei gestern keine Angaben.
Und auch die Zahl der Polizeibeamten, die heute im Einsatz sein werden, wurde nicht bekannt gegeben. Bei der Demo am vergangenen Samstag hatten rund 10 000 Demonstranten etwa 280 Polizisten gegenüber gestanden, war bei der Sitzung des Innenausschusses im Landtag am Donnerstag bekannt geworden.
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