Schüler mit kreativen Ideen : Experimentieren um die Wette
VON SARAH TOBER UND JONAS SCHLÖMER - zuletzt aktualisiert: 13.07.2011Duisburg (RP). Im Rahmen des freestyle-physics bevölkern Hunderte von Schülern den Campus der Uni Duisburg Essen. An drei Finaltagen stellen sie unter Beobachtung von Studenten und Professoren ihre kreativen Ideen vor.
Klettermax, Aschenputtelmaschine und Wasserrakete: So heißen drei der sieben Aufgaben des diesjährigen Schülerwettbewerbs freestyle-physics. Gestern begann auf dem Gelände der Universität Duisburg Essen (UDE) die Finalrunde des Projekts.
Den freiwillig teilnehmenden Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 13 wurden fünf Monate zuvor Aufgaben mit physikalischem Hintergrund zur Auswahl gestellt, die sie individuell bearbeiteten. So zum Beispiel das Projekt "Klettermax 2.0", bei dem es galt, einen Apparat zu konstruieren, der selbstständig eine stark geneigte, ebene Strecke zurücklegen kann.
Die Gruppe, deren Maschine es schafft die größte Steigung zu bewältigen, gewinnt. Moritz Pape (14) vom Europagymnasium Kerpen bezwang mit dem "Klettermax" seiner Gruppe eine Steigung von 80 Grad und hatte damit mehr Erfolg als sein Schulkamerad Johann Büch (15). "Obwohl wir im Vorfeld verschiedene Klebebandsorten getestet haben und versucht haben den Schwerpunkt zu optimieren, hat es leider nicht so gut geklappt wie beim Experimentieren in der Schule", erklärt Johann.
Doch egal ob erfolgreich oder nicht, alle Teilnehmer können sich für die Apparate ihrer jungen Mitphysiker begeistern und verfolgen gespannt den Wettbewerb. Auch Prof. Dr. Michael Horn-von-Hoegen lobt den "olympischen Geist" der Schüler.
Das Mitglied der Fakultät Physik der UDE unterstützte die Teilnehmer des Wettbewerbs "Boot", bei dem es darum ging, schnellstmöglich ein selbstkonzipiertes, mit zwei Gewichten beladenes Boot eine Strecke von 1,5 Metern zurücklegen zu lassen. Katarina und Sina aus Ibbenbüren freuten sich, dass ihr Boot dank eines Tipps des Professors eine Sekunde schneller war als in den Proben auf dem Schulteich.
Einzig die hohen Temperaturen des gestrigen Tages sorgten für Probleme. "Die Hitze im Experimentierzelt lässt das Klebeband für die Klettermaxe nicht mehr so gut haften", bemerkt Alexander Bieniek (10) vom Steinbart-Gymnasium. Trotzdem würde der Duisburger nächstes Jahr wieder am Wettbewerb teilnehmen. "Mir gefällt das Projekt gut, vor allem die Preise", fügt er hinzu.
Prof. Horn-von-Hoegen war glücklich über die hohe Teilnehmerzahl , zu dem allein gestern, am Ersten der drei Finaltage, circa 900 Teilnehmer angereist waren: "Mir ist wichtig, dass die Begeisterung für Physik gefördert wird, denn letztendlich machen wir 'großen' Physiker nichts anderes als die Schüler hier: Wir versuchen die Besten im Fach zu sein."
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.






