Duisburg: Festliche Lieder in der Mercatorhalle
VON DIETER KRÜSSMANN - zuletzt aktualisiert: 15.12.2008Duisburg (RPO). Gleich viermal veranstaltete die Jubilaren-Vereinigung Thyssen-Krupp ein Weihnachtskonzert in der Mercatorhalle. Für die Zuhörer und Stammgäste ist dies immer ein musikalischer Höhepunkt des Jahres. Ein schönes Konzert mit viel Gesang und festlicher Musik wurde angekündigt. Und so war es auch. Weihnachtsträume und Wünsche, musikalisch, versteht sich, wurden erfüllt.
Wie schon im vergangenen Jahr war das Flötenorchester „Collegium tibiarum“ unter der Leitung von Sigrid Ridderskamp aus Dinslaken dabei. Interessant war hierbei, wie viele verschiedene Arten von Blockflöten (die größten waren über einen Meter lang) es gibt. Hier zeigten einmal die Bläserinnen, dass Leopold Mozarts „Schlittenfahrt“, eigentlich ein Werk für großes Orchester, doch ganz schön klingen kann. Dieser Auftakt stimmte auf ein schönes abwechslungsreiches weihnachtliches Konzert ein.
Auch „Jingle bells“ und eine Bearbeitung der Sinfonia Pastorale aus dem „Messias“ von G. F. Händel erfreute das Publikum. Der ThyssenKrupp-Chor Duisburg mit seinem musikalischen Leiter Christoph Segerath trug ebenfalls zur vorweihnachtlichen Zeit die richtigen Chorwerke vor. „Allen Menschen Frieden“ von Gerd Sorg, war neben klassischen und bekannten Weihnachtsliedern wie dem Weihnachtsjodler und Leise rieselt der Schnee ein schöner Programmpunkt. Überhaupt gab es viel Lieder über den Frieden in der Welt. Alle Lieder wurden mit entsprechender Stimmung gesungen. Als besonderen Leckerbissen hatte sich der Chor aufgrund einer Initiative einen der renommiertesten Chöre Russlands, den Akademischen Frauenchor „Klassika“ aus der russischen Metropole St. Petersburg, eingeladen. Die 12 sympathischen Sängerinnen mit ihren wunderschönen, kristallklaren Stimmen waren tags zuvor noch im Rathaus empfangen worden. Ihr Hauptmerkmal galt vorwiegend Werken russischer Komponisten. Chorleiterin Irina Archipowa hat ein Ensemble zusammengestellt, das alle Achtung verdient.
Viele Lieder wurden in Originalsprache gesungen, mal zärtlich, mal lieblich. Auch wenn man kein russisch verstehen kann, die musikalische Ausdrucksweise hatte es in sich, ob es nun Werke von Rachmaninov, Bornnlanski oder Leonov waren. Musik ist halt eine Weltsprache. Als dann die zwölf noch Brahms’ „Guten Abend gut´Nacht“auf Deutsch sangen, blieb dem Publikum nichts anderes übrig, als den Chor zu verstärken und mitzusingen. Auch „Mary´s boy child“ gefiel sehr und sogar ein Weihnachtsstern (der von E. Sokolskaja) machte musikalisch seinen Lauf. Wirklich eine schöne Darbietung. Dazu passte dann auch der gemeinsame Gesang mit dem Männerchor, wie beispielsweise „Schenk uns Deinen Frieden“ und „Ave Glöcklein“ mit herrlichem Sologesang. Alles hörenswerte Klänge.
So blieb es zum Schluß der Veranstaltung auch dabei, dass alle Mitwirkenden mit den Zuhörern auf die „o du fröhliche“ Weihnachtszeit einstimmten. So schön kann Weihnachtsmusik sein.
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