Duisburg: Feuerwehrmann als Traumberuf
VON JULIAN WEIMER - zuletzt aktualisiert: 13.08.2007Duisburg (RPO). Soziales Engagement ist heutzutage bei vielen jungen Menschen nicht mehr angesagt. Und obwohl der Feuerwehrmann noch immer als Traumberuf gilt, hat die Freiwillige Feuerwehr Nachwuchssorgen. In Großenbaum und Rahm wurde jetzt das 100-jährige Bestehen groß gefeiert.
Am Samstag feierte die freiwillige Feuerwehr in Großenbaum und Rahm mit etwa 1000 kleinen und großen Feuerwehrfans ihr Jubiläum. Zu dem Feuerwehrfest kamen auch die Berufsfeuerwehr Duisburg, das Technische Hilfswerk und benachbarte Feuerwehren. Brandinspektor Rolf Schmidt war sichtlich stolz auf das Programm, das er und seine 22 Kameraden, unter denen sich auch eine Frau befindet, auf die Beine gestellt hatten.
Viel Unterstützung
Von 11 bis 22 Uhr gab es auf dem Hof der Wache und auf dem Schulhof der angrenzenden Grundschule Programm rund um die Feuerwehr und ihre Tätigkeiten. Unterstützung fand die freiwillige Feuerwehr Großenbaum dabei von mehreren Seiten. „Die Jugendfeuerwehr aus Huckingen hat mitgemacht“, lobte Rolf Schmidt, „und auch die Oberhausener Feuerwehr war mit einem Puppenspiel hier.“ Außerdem hatte das Technische Hilfswerk eine Kletterwand aufgebaut und die Berufsfeuerwehr Duisburg war mit mehreren Fahrzeugen gekommen.
Viele Bewerber
„Feuerwehrmann ist nicht nur ein Traumberuf für Kinder, sondern auch für Erwachsene“, weiß Brandinspektor Rolf Schmidt, „die Berufsfeuerwehr Duisburg hat pro Jahr 500 bis 600 Bewerber“. Davon schafften es aber nur rund 20. Zum Feuerwehrberuf müsse man vor allem eine große körperliche Fitness und soziales Engagement mitbringen, so Rolf Schmidt
Mittags und nachmittags richteten sich die Veranstaltungen ganz besonders an die kleinen Besucher, abends mit Livemusik an die Erwachsenen. Die Besucher konnten den ganzen Tag über bei Übungen zuschauen, die Fahrzeuge von innen und außen bestaunen und sich ein Puppenspiel anschauen. Feuerwehrmann scheint dabei immer noch zu den Traumberufen zu zählen. Auch Ralf und Cordula Schreylwaren mit ihren beiden Kindern auf dem Feuerwehrfest.
Begeisterung für große Männer
„Weil die Feuerwehr alles löschen kann“, erklärte ihr fünfjähriger Sohn Leon seine Begeisterung für die großen Männer in den weiten Anzügen und mit den gelben Helmen auf dem Kopf. So einen hat er sich auch von seinen Eltern kaufen lassen und will ihn gar nicht mehr absetzen. „Fürs Anmelden ist es noch zu früh“, sagte seine Mutter Cordula, „da müssen wir noch sechs Jahre warten“. Bei der Freiwilligen Feuerwehr sieht es allerdings inzwischen nicht mehr so gut aus mit neuen Mitgliedern. „Die Anforderungen sind höher geworden, als sie früher waren und das soziale Engagement scheint zurück zu gehen“, urteilt Thorsten Behl, der als Oberfeuerwehrmann bei der freiwilligen Feuerwehr in Großenbaum tätig ist. Zwölf Jahre ist er schon dabei und ist sich immer noch sicher: „Es macht Spaß, es ist ’ne gute Sache und die Teamarbeit steht ganz weit oben“.
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