Duisburg: Filmfest am Hochofen
VON PETER KLUCKEN - zuletzt aktualisiert: 21.06.2008Duisburg (RPO). Am 11. Juli startet das Sommerkino in der Gießhalle des Landschaftsparks Duisburg-Nord. Das Filmforum ist für das Programm verantwortlich. Die Stadtwerke Duisburg sind zum zweiten Mal Hauptsponsor, unterstützt von Köpi.
Sponsoren, Karten
Wie im vergangenen Jahr sind die Stadtwerke Duisburg Hauptsponsor; als Ko-Sponsor sorgt König Pilsener für die finanzielle Absicherung. Die Karten kosten normalerweise 6,50 Euro, montags (Kinotag) fünf Euro, donnerstags mit der Stadtwerke-PartnerCard ebenfalls nur fünf Euro. Ab heute läuft der Vorverkauf, auch übers Internet: www.stadtwerke-sommerkino.de
„Kino unterm Sternenzelt“ heißt es im 13. Jahr und zum zwölften Mal in der Gießhalle des Landschaftsparks Duisburg-Nord. Vom 11. Juli bis zum 10. August werden erwartungsgemäß insgesamt 24 000 bis 26 000 Besucher ein überdurchschnittlich gutes Filmprogramm in spektakulärer Hochofenkulisse erleben. Wie von Anfang an, ist das Filmforum für die Programmauswahl zuständig – das ist auch diesmal ein Garant für Qualität.
31 Filme werden jeweils ab Einbruch der Dunkelheit gezeigt. Ausgewählt wurden zum einen Lieblingsfilme des Filmforum-Publikums wie „Saint Jacques – pilgern auf Französisch“ von Coline Serreau oder „Kirschblüten – Hanami“ von Doris Dörrie, zum anderen große Erfolge des Kommerzkinos. Zu sehen ist zum Beispiel „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, bei dem Harrison Ford nach 19-jähriger Pause wieder in die Rolle des legendären Abenteurers schlüpft.
Kai Gottlob, Geschäftsführer des Filmforums, betonte gestern beim Pressegespräch, dass das Duisburger Sommerkino wie kein anderes Sommerkino in Deutschland dem europäischen Film ein Forum gibt, nämlich mit 15 Produktionen. Und einige der amerikanischen Filme sind auch „europäisch unterlaufen“.
Wie immer ist auch diesmal der Eröffnungsfilm etwas Besonderes. Am Freitag, 11. Juli, steht Justus von Dohnanyis rabenschwarze Komödie „Bis zum Ellenbogen“ auf dem Programm. Die Story: Jung-Reeder Achim (gespielt von Jan Josef Liefers) und der Hartz-IV-Empfänger Willi (Stefan Kurt) wollen an das Geld, das Sven auf einer Bank in Sylt deponiert hat. Da gibt es zwei Probleme: Sven muss erstens das Geld persönlich abholen. Zweitens ist Sven tot. Justus von Dohnányi wird zur Vorstellung als Gast erwartet; er ist übrigens nicht nur der Regisseur des Films, sondern spielt auch Sven – eine sehr stille Rolle...
Zum Schluss ein Konzertfilm
Am Schluss des Sommerkinos steht ein Dokumentarfilm. Aber was für einer! Martin Scorsese filmte das Konzert der Rolling Stones zum 60. Geburtstag von Bill Clinton. „Shine a Light“ heißt der Konzertfilm, der das Zeug hat, nicht nur in die Filmgeschichte, sondern in die Rockgeschichte einzugehen.
Zum Drumherum des Stadtwerke-Sommerkinos gehört wieder ein angemessenes gastronomisches Angebot und Live-Musik von montags bis freitags, die die Wartezeit bis zum Filmstart verkürzt.
Dass das Sommerkino auch in diesem Jahr ein Erfolg wird, bezweifelt niemand. Schließlich verfügt die offene Gießhalle mit ihren 1000 Sitzplätzen über ein fahrbares durchsichtiges Dach, so dass man auch bei Regen draußen im Trockenen sitzen kann.
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