Duisburg: Filmforum bekommt ein Klavierharmonium
VON PETER KLUCKEN - zuletzt aktualisiert: 08.02.2011 - 10:47Duisburg (RPO). Musik war stets ein Begleiter des Films, auch zu Zeiten, als er noch "stumm" war. In den großen Kinohäusern gab es bis zum Beginn der Tonfilmära Ende der 20er Jahre gelegentlich sogar Orchesterbegleitung. Sonst begnügte man sich meist mit einem Klavier.
Doch in den besseren Häusern gab es auch ein Klavierharmonium, ein Instrument, das heute nicht mehr gebaut wird, eine Mischung aus Klavier und (kleiner) Orgel. Ein solches Klavierharmonium konnte nun der Förderverein "Freunde des filmforums" mit Hilfe der Sparkasse erwerben. Gestern Nachmittag wurde das Instrument im großen Kinosaal des Filmforums vorgestellt.
Das Instrument hat der bewährte Stummfilm-Pianist Joachim Bärenz mit ausgesucht und für gut befunden. Allerdings muss das Klavierharmonium, das aus den 20er Jahren stammt, noch restauriert und vor allen Dingen mit einem elektrischen Gebläse versehen werden. Als Hans-Werner Tomalak, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Stadtsparkasse, gestern beim Pressegespräch davon hörte, versprach er, dass die Sparkasse nicht nur die Anschaffung, sondern auch die Restaurierung bezahlt. Die Gesamtsumme bleibt insgesamt mit rund 3000 Euro überschaubar. Dazu meinte Alt-Oberbürgermeister Josef Krings, Gründungsmitglied des Filmforum-Fördervereins, dass solche Anschaffungen, die durchaus keine Millionen kosten, den Bürgern viel Freude machten.
Es werden noch einige Monate ins Land ziehen, bis das Klavierharmonium erstmals im Filmforum zum Einsatz kommt. Joachim Bärenz wird wohl auch noch einige Stunden an dem Instrument üben müssen. Kai Gottlob, Geschäftsführer des Filmforums, freut sich, dass dann Filme aus der eigenen Sammlung mit mehr Klangfülle und besonderen dramatischen Effekten von nur einem Musiker live gespielt werden können.
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