Duisburg: Fliegende Füße, feurige Tänze
VON LINDA KLIMMEK - zuletzt aktualisiert: 26.01.2009Duisburg (RPO). Mit Fackeln in den Händen und in Kutten gehüllt, schreiten die Darsteller der rasanten irischen Tanzshow "Magic of the Dance" durch die Publikumsgänge im TaM. Sie betreten die Bühne und schon beginnt das Spektakel der steppenden Füße. In unzähligen Variationen berühren die Fersen und Fußspitzen der Tänzer den Bühnenboden und lassen zu irischer Musik immer neue, beeindruckende Klick-Kombinationen erklingen.
"Das ist einfach unglaublich", freut sich Michèle Schilling. "Es sieht aus, als ob die Füße fliegen!" Sie ist mit der ganzen Familie ins TaM gekommen, um eine Irish Dance Show live und nicht nur im Fernsehen zu sehen. Michèle Schillings Tochter Lisa ist sieben Jahre alt. Vor dem bösen schwarzen Mann und der schwarzen Frau hat sie keine Angst. Die beiden begnadeten Tänzer stellen Dämonen dar, die die große Hungersnot in Irland repräsentieren sollen. Aufgrund dieser Katastrophe im frühen 20. Jahrhunderts waren viele Iren gezwungen, auszuwandern. Und so tanzen die Darsteller Abschlussfeierlichkeiten, bei denen sich eine junge Frau und ein junger Mann ineinander verlieben.
Auch wenn die Handlung eher durch Hintergrundinformationen als durch die Choreografie verständlich wird, finden Manuela Konegen und Michael Pollmann die Show "authentisch und irisch". Ihnen gefalle das Gesamtpaket, von der irischen Musik über die Tänze bis hin zu den Kostümen. Dieter Zindel haben die Straßenfeger am besten gefallen. "Weil das so humorvoll war", sagt er. In beeindruckender Weise steppen in dieser Szene vier Straßenfeger auf und in großen Blechtonnen, auf dem Boden und mithilfe von Besen und Leuchtstäben. Hier finden sich die Zuschauer nicht mehr in Irland, sondern in Amerika wieder – und schauen irischen Auswanderern beim Steppspektakel zu.
In der zweiten Showhälfte wechseln sich irische und amerikanische Szenen ab. Obwohl der rote Handlungs-Faden fehlt, sind die Zuschauer begeistert und bringen das TaM mit ihrem Klatschen zum Beben. Drei "Tänzer" machen sich dabei besonders beliebt: Sie werden aus dem Publikum auf die Bühne gebeten und müssen einem der Profitänzer verschiedene Kombinationen nachsteppen – in Turnschuhen. Sie schlagen sich tapfer. Gertrud Karthin und Hildegard Winzen hätten dabei vielleicht ein wenig professioneller ausgesehen. Die beiden erzählen, dass sie als Mädchen in der Waschküche Steppen geübt hätten. Jetzt bekämen sie Lust, es wieder mal zu versuchen...
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







