Duisburg: Folkwang Brass Band goes Hollywood
zuletzt aktualisiert: 25.01.2011 - 09:20Duisburg (RPO). Auf dem Programmheft zum jüngsten, dritten Erlebniskonzert "FilMusik - Folkwang Brass Band goes Hollywood" im Duisburger Theater sind ein Waldhorn (gleich vorne drauf) und eine Trompete abgebildet.
Ein verzeihlicher Fehler, denn auch wir hatten erst bei der dritten "Deutschen Brass Band Meisterschaft" im vergangenen Jahr in der Mercatorhalle gelernt (die RP berichtete), dass in einer Brass Band nach britischem Vorbild Kornette und Althörner (Saxhörner) anstelle von Trompeten und Waldhörnern besetzt sind.
Der so entstehende, unglaublich runde und satte Sound der vielfältigen Blechbläser und Schlagwerker war natürlich besonders für dieses populäre "Kinoprogramm" geeignet. Es gibt ja kaum ein Musikstück, dass nicht für Brass Band bearbeitet wurde. Den Rahmen lieferte hier Goff Richards, offenbar eine Kultfigur der Szene, mit seinem Arrangement von George Gershwins "Strike up the Band" und "A Disney Fantasy".
Gleich dreimal vertreten war Altmeister John Williams: mit dem Thema der Schnee-Eule Hedwig, also dem Leitmotiv der Film-Reihe "Harry Potter" mit seinen charakteristisch chromatischen Celesta-Klängen, "Indiana Jones and the Temple of Doom" und Darth Vaders Thema, also dem martialischen Leitmotiv der Reihe "Star Wars".
Als warm singender Solist am Flügelhorn profilierte sich Lukas Müller mit "Over the Rainbow" (Der Zauberer von Oz) von Harold Arlen. Zu zwei Bearbeitungen gab es Visualisierungen durch Studierende der Folkwang-Universität der Künste in Form von andeutenden Video-Paraphrasen über den jeweiligen Film: zu "Lord of the Rings" (Howard Shore) von Sascha Thiele, zu "Gabriel's Oboe" aus "The Mission" (Ennio Morricone) von Amen Feizabadi, wieder mit dem Flügelhorn-Solisten Lukas Müller.
Der Folkwang-Professor Christopher Houlding als Dirigent und launiger Moderator betonte, seinen Studierenden-Kollegen und ihm sei es wichtig, die britische und die großartige deutsche Blechbläser-Tradition zu vereinen. Das gelingt ihnen so brillant und so erzmusikantisch, dass im Erlebniskonzert zwei Zugaben fällig waren. Zuerst ein pfiffiger "Pink Panther" nach Henry Mancini und dann noch einmal der Schlussteil der "Disney Fantasy".
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







