Duisburg: Fortschritte bei Großprojekten
VON MIKE MICHEL - zuletzt aktualisiert: 08.10.2008Duisburg (RPO). Für die Finanzierung des „Stadtfensters“ hat auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München ein privater Investor Interesse bekundet. Duisburg sorgt mit seinem Messeauftritt für bundesweites Aufsehen.
Die Immobilienbranche steht ganz im Zeichen der globalen Finanzierungskrise. Um so bemerkenswerter fand es Ralf Meurer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung (GFW), dass ein namentlich nicht genanntes Unternehmen sich für die Realisierung des Gebäudes mit Stadtbibliothek, Volkshochschule und NS-Dokumentationszentrum interessiert. „Das ist in der derzeitigen Situation schon überraschend“, so Meurer gestern in München. Es sei aber auch ein Zeichen für die Bedeutung, die die Branche der Stadt inzwischen zumisst. „Wir werden nach der Messe nacharbeiten und mit dem Investor weitere Gespräche führen“, sagte der GFW-Chef.
Wie berichtet sollten eigentlich die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe (DVV) gemeinsam mit Multi Development das „Stadtfenster“ finanzieren, nachdem die Sparkasse einen Rückzieher gemacht hatte. Dr, Ralf Oehmke, Geschäftsführer der Innenstadt-Entwicklungsgesellschaft, erklärte mit der Anwendung der so genannten „Fernkälte“ könnten die Duisburger Stadtwerke ein spektakuläres energetisches Zeichen setzen. Dabei soll überschüssige Wärme aus der Stromproduktion mit Hilfe eines Wärmetauschers in Kälte umgewandelt werden, die zur Klimatisierung des Gebäudes genutzt werden könnte. Im ersten Quartal soll mit dem Abriss des alten Boecker-Hauses an der Steinschen Gasse begonnen werden.
Auch bei weiteren Großprojekten gibt es Fortschritte. So sind mehrere Unternehmen in einem Teilnehmerverfahren dabei, Entwürfe für das Eurogate im Innenhafen zu erarbeiten. Für das Gebäude des Landesarchivs wurde inzwischen die Baugenehmigung erteilt. Baubeginn des Vorhabens mit einem eindrucksvollen 80 Meter hohen Speicherturm ist im Frühjahr. Auch die „Living Bridge“ über der Ruhr ist noch ein Thema, erklärte Planungsdezernent Jürgen Dressler gestern. Die baurechtlichen Voraussetzungen seien gegeben, der Entwickler KölblKruse müsse nun die bautechnischen Voraussetzungen schaffen und die Vermarktung vorantreiben. „Beerdigt ist das sicher noch nicht“, so Dressler.
Stadtdirektor Dr. Peter Greulich betonte, dass die vorgestellte Entwicklung des Güterbahnhofsgeländes in das Konzept eines „grünen Rings“ vom Rheinpark Hochfeld über den Haldenpark Wedau bis zum Bahnhof integriert werde.
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