Duisburg: Führer für Marxloh soll das Image aufpolieren
VON KATHARINA SCHMÜLLING - zuletzt aktualisiert: 10.09.2008Duisburg (RPO). Der Verein Migranten Unternehmen (MUT) und die Initiative Weseler Straße wollen etwas tun gegen das schlechte Image im Stadtteil Marxloh. „Die Diskussionen in der Öffentlichkeit werfen ein negatives Bild auf den Stadtteil, und darunter leiden die Geschäftsleute“, sagt Sevki Kaya, der erste Vorsitzende von MUT.
Zusammen mit der Initiative Weseler Straße und mit Unterstützung der Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU)hat der Verein nun einen Straßenführer für die Weseler Straße herausgegeben. Das Heft mit dem Titel „Erleben und Einkaufen“ führt alle Geschäfte und Dienstleitungsunternehmen an der Straße auf und soll das Image des Stadtteils aufpolieren. „Marxloh hat sich vor allem durch Brautmode profiliert, darin sind wir hier führend in ganz Europa“, sagt Kaya. 17 Brautmodengeschäfte sind in dem neuen Straßenführer verzeichnet, rund hundert Unternehmen sind es insgesamt. Die meisten von ihnen sind kleinere Familienunternehmen, viele geführt von Unternehmern mit Migrationshintergrund. Nach der Stadtmitte sei die Weseler Straße der Ort in Duisburg mit der höchsten Kundenfrequenz, ergänzt Kaya. Und: „Hier schaffen Menschen Arbeitsplätze“.
Gelungene Wiederbelebung
„Ich glaube an den Erfolg der Sache“, sagt auch Rainer Enzweiler, Aufsichtsratsvorsitzender der EG DU, die die Finanzierung des Straßenführers unterstützt. Ihm ist besonders wichtig, den Menschen ein neues Bild von Marxloh zu zeigen und die gelungene Wiederbelebung der Weseler Straße positiv zu begleiten.
Viele Stunden Arbeit stecken in dem neuen Straßenführer: Die Mitglieder von MUT haben Adressen gesammelt, Fotos geschossen, Unternehmen besucht. Gülcan Ayvalik, Graphikerin und zweite Vorsitzende von MUT, hat die Gestaltung übernommen.
Die Auflage von insgesamt 5000 Stück erscheint in diesen Tagen. Verteilt werden soll der Führer nicht nur in Duisburg, sondern auch in angrenzenden Städten wie Essen.
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