Duisburg: Führte ein Gullydeckel in die Katastrophe?
zuletzt aktualisiert: 17.09.2010 - 19:19Nach Informationen der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“ könnte ein nur provisorisch abgesicherter Gullydeckel am Unglücksort mitverantwortlich für die Katastrophe auf der Loveparade gewesen sein.
Demnach will eine Augenzeugin wenige Minuten vor der Tragödie mit ihrem halben Bein in die Grube gestürzt sein. Andere Partygäste sollen gestolpert sein.
Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Duisburg kennt die Frau nicht und hat auch noch keine Ermittlungen in diese Richtung aufgenommen. „Sollte an der Sache etwas dran sein, werden wir aber selbstverständlich der Sache nachgehen“, so Oberstaatsanwalt Rolf Haferkamp im Gespräch mit unserer Redaktion.
Die Polizei habe nach der Katastrophe den Unglücksort „genauestens untersucht“. Ein schlecht abgedichteter Gullydeckel soll bei den Untersuchungen nicht aufgefallen sein.
Die Staatsanwaltschaft bittet die Zeugin, sich mit der zuständigen Polizei Köln in Verbindung zu setzen.
Bei dem Unglück auf der Loveparade am 24. Juli waren in Duisburg 21 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Auch zwei Monate nach der Katastrophe hat bislang niemand Verantwortung für die Toten übernommen. Der Beitrag wird am Freitag zwischen 18.50 und 19.30 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt.
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