Duisburg: Gala gegen Kinderarmut
VON INGO HODDICK - zuletzt aktualisiert: 19.11.2007Duisburg (RPO). Mehr als 200 000 Euro kamen bei der vierten Opern-Gala zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes zusammen. Den Besuchern wurde ein Konzert auf hohem Niveau und ein umfangreiches Buffet geboten.
Auf dem Parkplatz auswärtige Auto-Kennzeichen bis Frankfurt und Hagen, ein ausverkauftes Duisburger Theater, ein Konzert auf hohem Niveau, ebenso das anschließende umfangreiche Buffet in der Mercatorhalle, gut 1200 glückliche Menschen, wieder über 200 000 Euro Spenden für benachteiligte Kinder in unserer Stadt, konkret für das neue Meidericher Kinder- und Jugendzentrum „Sterntaler“ (die RP berichtete): die vierte Opern-Gala zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes Duisburg war wieder ein voller Erfolg.
Es gibt noch viel zu tun
Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG, drückte es in seiner Eigenschaft als Schirmherr so aus: „Im gesellschaftlichen Kalender Duisburgs hat die Opern-Gala im November mittlerweile einen herausragenden Platz erhalten.“ In seiner Begrüßungsansprache betonte er, dass jedes sechste oder siebte Kind arm sei, könne nicht als Ausweis einer bürgerlichen Gesellschaft gelten, da gebe es noch viel zu tun. „Ganz so weit wie die Rotkreuz-Gala in Monaco sind wir noch nicht, aber die gibt es ja auch schon seit 60 Jahren!“
Als Seitenhieb auf die nicht ganz glückliche Bezeichnung „CityPalais“ meinte Schulz: „Wenn man es nicht bezahlt, kann man auch nicht den Namen bestimmen!“ Auch Oberbürgermeister Adolf Sauerland zeigte sich zufrieden mit den begonnenen Veränderungen in Duisburg, für die auch die Opern-Gala ein Beispiel sei. DRK-Präsident Rudolf Seiters und sein Generalsekretär Graf Waldburg-Zeil fehlten diesmal, ließen aber durch den Moderator Grüße ausrichten.
Moderator Jan Hofer
Der war Jan Hofer, in Duisburg zur Schule gegangen, inzwischen „Tagesschau“-Chefsprecher (sein „Guten Abend, meine Damen und Herren“ klang exakt wie im Fernsehen) und Rotkreuzbotschafter. Er sorgte mit Sprüchen wie „Don Giovanni war damals so etwas wie heute George Clooney“ für einen freundlich-flüssigen Ablauf der Opern-Gala.
Die auch musikalisch wieder sehr erfreulich war. Die Deutsche Oper am Rhein hatte nicht weniger als elf vorzügliche Solisten aufgeboten, die in Ausschnitten aus drei Bühnenwerken überzeugten. Erwähnt werden müssen zumindest Bassbariton Günes Gürle in der Titelpartie von Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ sowie die Sopranistinnen Victoria Safronova als Amelia in Giuseppe Verdis „Un ballo in maschera“ und Romana Noack als Komtesse Stasi in Emmerich Kálmáns Operette „Die Csárdásfürstin“. Die Duisburger Philharmoniker unter Alexander Joel waren weit mehr als Begleitung.
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