Duisburg: Gartenzwerge wachsen
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 03.04.2010Duisburg (RPO). Der Kindergartenverein in Rahm erweitert sein Angebot um eine Gruppe für unter Dreijährige. Dazu wird das ehemalige Vereinsheim der Fußballer der Turnerschaft Rahm umgebaut. Im Sommer soll alles fertig sein.
Rahm Die Gartenzwerge bekommen im Sommer Zuwachs. Derzeit nämlich baut der Rahmer Kindergartenverein mit Hilfe der Turnerschaft Rahm dessen ehemaliges Vereinsheim am Reiserpfad zu einer Betreuungseinrichtung für unter Dreijährige um. Zehn Kinder ab einem Jahr werden dann in der Einrichtung zusätzlich betreut.
Freiwillige Helfer
Bis der Nachwuchs einziehen kann, gibt es allerdings noch viel zu tun. An vier Wochenenden hatten bereits freiwillige Helfer des Sportvereins das Innere des Vereinsheim komplett entkernt. Für den neuen Zweck muss die ehemalige Notkirche vom Altenbrucher Damm, die am Reiserpfad für den Verein wieder aufgebaut worden war, völlig neu gestaltet werden. Die Innenwände sind alle herausgerissen, jetzt stehen nur noch die hölzernen Außenwände und das Dach.
Derzeit besuchen 27 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren den Rahmer Kindergarten am Reiserpfad. Immer wieder gab es Anfragen von Eltern, die auch ihre unter dreijährigen Kinder betreuen lassen wollten. Aufgrund des neuen Kindergartenförderungsgesetzes, das nun auch Kindern vom vollendeten ersten bis dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zusichert, kommt der Kindergartenverein nun in den Genuss von Fördermitteln für den Umbau.
Doch die öffentlichen Mittel allein reichen nicht, um das Vorhaben zu verwirklichen. Deshalb ist auch die Turnerschaft Rahm als Vermieter als Geldgeber eingesprungen. Zudem werden die Sportler und die Eltern mit ihrer Muskelkraft zum Gelingen des Projekts beitragen.
Der Kindergartenanbau soll künftig mit dem anderen Teil der Einrichtung durch eine Tür verbunden werden. Der neue Gruppenraum wird eigens für die Jüngeren hergerichtet, denn im Alter zwischen ein und drei Jahren bewegen sich die Kleinen viel auf dem Boden. Hinzu kommt ein Ruheraum, in dem jedes der zehn Kinder ein eigenes Bettchen haben wird. Auch an ausreichend Platz für Wickelmöglichkeiten wird beim Umbau gedacht.
Einrichtungsleiterin Manuela Hendrichs-Linden freut sich aber auch über ihr erstes eigenes Büro. Seit dem Start der Einrichtung im Jahr 1987 erledigt sie ihre Büroarbeiten im Gruppenraum. "Das lässt sich oft gar nicht bewerkstelligen, deshalb erledige ich viel zu Hause", sagt sie. Nun wird sie künftig für die administrative Arbeit einfach die Tür hinter sich zu machen können.
Über die Auslastung der beiden Gruppen muss sich der Kindergartenverein übrigens keine Sorgen machen. "Für das nächste Kindergartenjahr gibt es keine freien Plätze mehr", sagt Manuela Hendrichs-Linden.
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