Duisburg: Geheimnis um Tollität gelüftet
zuletzt aktualisiert: 02.02.2009Duisburg (RPO). In Serm gibt es wohl kaum ein Geheimnis, das so gut gehütet wird wie der Name des neuen Karnevalsprinzen der KG Südstern. Am Samstagabend wurde dieses Geheimnis im Festzelt am Breitenkamp mit viel guter Laune und Humor gelüftet. Um es gleich zu Beginn zu verraten: Der neue Sermer Karnevalsprinz heißt Hermann Schenke.
Pünktlich um 21 Uhr mussten Karnevalsprinz Stefan II. und sein Hofmarschall Henning Hoffmann ihre Insignien der Macht, nämlich Zepter, Prinzenorden und Prinzenmütze, abgeben. Die beiden Tollitäten waren mehr als traurig, ihr Amt nach einem Jahr abgeben zu müssen. "Der Abschied fällt sehr schwer, das kann man nicht locker wegstecken", so der nunmehr ehemalige Prinz Stefan Baltes.
Nachdem der alte Prinz die Bühne mitsamt seinem Hofstaat verlassen hatte, wurde es mucksmäuschenstill im Saal. Mit Spannung wurde die Ankunft des neuen Prinzen erwartet. Schließlich marschierte Hermann Schenke zusammen mit Tambourchor und der Blaskappele Rheintreue in den Saal ein. Endlich war es raus: Als Prinz Scheng I. wird Hermann Schenke nun ein Jahr über den Sermer Karneval regieren.
Für den kurzen Weg zur Bühne brauchte die noch ungekrönte Tollität jedoch einige Minuten. Die Schlange der Gratulanten für Prinz Scheng I. und seinen Hofmarschall Christian Issel war lang.
Prinz Scheng I. ist in Serm kein Unbekannter. Es ist Inhaber des Landgasthofs Schenke, in dem noch bis 1978 die örtlichen Prinzenkürungen gefeiert wurden. Auch heute sorgt er dafür, dass im Sermer Festzelt niemand frieren muss. Das Amt des Karnevalsprinzen liegt dem Geschäftsführer der KG Südstern wohl in den Genen. 1961 war schon sein Vater Tollität in Serm. Früh wollte Prinz Scheng I. in dessen Fußstapfen treten. 1972 wurde er Kinderprinz, 1979 trat er in die Prinzengarde ein.
Olaf Henning sorgt für Stimmung
Auch in Hofmarschall Christians Familie gibt es eine lange Karnevalstradition. Sein Urgroßvater Wilhelm Issel war 1948 und 1949 der erste Sermer Karnevalsprinz, und sein Vater regierte die Narren 1966 als Prinz und 1971 als Hofmarschall. Die beiden Tollitäten freuten sich am Samstagabend auf das kommende Jahr: "Wir sind bereit, einen super Karneval hinzulegen", betonten sie. Im Sermer Festzelt wurde nach der Kürung noch bis spät in die Nacht hinein gefeiert. Das große Highlight in diesem Jahr war wohl Sänger Olaf Henning, der mit seinem Stimmungslied "Cowboy und Indianer" das Festzelt zum Kochen brachte.
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