Duisburg: Gerade neu und schon zu klein
VON ANDREAS GRÖHBÜHL - zuletzt aktualisiert: 22.09.2007Duisburg (RPO). Gestern übergaben die Projektentwickler KölblKruse den Schlüssel zum Hitachi Power Office. Nächste Woche ziehen die ersten Mitarbeiter ein. Hitachi Power denkt aber bereits über ein weiteres Bürogebäude nach.
Seit gestern hält Klaus Schmitz, Geschäftsführer von Hitachi Power Europe, den Schlüssel zu seinen neuen Büro-Räumen in Händen: dem Hitachi Power Office. An dem Koloss aus Stahl und Glas am Innenhafen sind nur noch Detailarbeiten zu verrichten.
700 Mitarbeiter ziehen in der nächsten Woche in das lichtdurchflutete Gebäude, das Schmitz als „das neue Gesicht der Firma“ bezeichnete. Bereits heute richten 150 Hitachi-Angestellte im benachbarten „Five Boats“ ihre Büros ein. Denn schon jetzt zeigt sich, dass der Marktführer im Bereich der Stein- und Braunkohlekraftwerke schneller wächst, als er Büros bauen kann. Der derzeitige Auftragsbestand liegt laut Schmitz bei drei Milliarden Euro.
Hitachi Power Office
20 Monate benötigten die Entwickler vom Entwurf zur Fertigstellung des Gebäudes.
Es fasst rund 20 000 Quadratmeter und verfügt über zwei Atrien. Sie dienen als Ort der Kommunikation zwischen den Mitarbeitern.
Auf dem Dach haben die Planer einen „Sky Garden“ eingerichtet.
Deshalb möchten die Projektentwickler KölblKruse, die das Hitachi Power Office geplant haben, demnächst auf die Stadt zugehen. Sie denken gemeinsam mit dem Hitachi-Power-Geschäftsführer darüber nach, auf dem Nachbargrundstück, wo heute der PET-Markt steht, ein ähnliches „aber individuelles“ Bürogebäude entstehen zu lassen, das dann je nach Bedarf auch an Dritte vermietet werden kann.
Arbeitsweg durchs Nadelöhr
„Die jetzt gefundene Lösung mit der Auslagerung von 150 Mitarbeitern ins Five Boat bringt uns bis ins Jahr 2010“, sagt Klaus Schmitz. Dann rechnet der Geschäftsführer mit 1000 Mitarbeitern in der Firmenzentrale in Duisburg.
Schmitz will mit der Stadt zudem noch Gespräche führen über die Arbeitswege seiner Mitarbeiter. Denn um von dem ebenfalls gerade fertiggestellten Hitachi-Parkhaus zum Büro zu kommen, müssen die Angestellten über die schmalen Bürgersteige der Unterführung auf der Max-Peters-Straße überqueren. „Die Brücke muss dringend verbreitert werden“, meint Schmitz. Denkbar sei aber auch ein Tunnel, ergänzt Stephan Kölbl von KölblKruse.
Der noch zu lösenden Probleme zum Trotz freut sich der Geschäftsführer, der mit seiner Belegschaft von Oberhausen an den Innenhafen zieht, auf die „neue Heimat“. Und diese würde er gerne noch mehr Ingenieuren und Büromitarbeitern bieten. Das Unternehmen, das unter anderem das Kraftwerk in Walsum baut, sucht nämlich noch immer nach Personal.
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