Duisburg: Gorilla-Nachwuchs im Zoo Duisburg
VON ELENA WAGNER - zuletzt aktualisiert: 27.01.2012 - 16:15Duisburg (RPO). Gorilla-Mutter Vizuri hält ihr Kleines auf ihrem Ausflug in den Futterraum fest im Arm. Vor zwei Wochen kam der neue Nachwuchs der Gorillaherde im Zoo Duisburg zur Welt, am Freitag wurde er vorgestellt.
Nach dem Koala-Baby gibt es neuen Nachwuchs im Zoo Duisburg. Am 11.01.2011 erblickte ein Gorilla-Baby das Licht der Welt. Am Freitag zeigte sich die Mutter zum ersten Mal mit dem Kleinen im Gehege. Das Geschlecht des circa drei Kilo schweren Gorilla-Babys lässt sich noch nicht bestimmen. „Solange wir sehen, dass sich die Mutter gut um ihr Junges kümmert, lassen wir sie in der ersten Zeit weitgehend in Ruhe“ erklärt Revierleiter Alexander Nolte. Die 16-jährige Vizuri hat schon Erfahrung, ihre große „Tochter“ Uzuri ist drei Jahre alt, darf aber jetzt mit dem Kleinen wieder an die Brust.
Die drei anderen Jungtiere Kiburi, Uzuri und Suwedi im Gorillagehege des Zoos freuen sich über den neuen Spielkameraden. Bis sie sich richtig mit ihm beschäftigen können, dauert es noch eine Weile, Mutter Vizuri hält sie auf Abstand. Das noch namenlose Junge wird ungefähr ein Jahr an der Brust getragen, bis es sich mehr und mehr von der Mutter löst. Erst mit 11 Jahren ist es ausgewachsen, in freier Wildbahn verlässt es dann die Herde.
Rangordnung: Obwohl Mapema die Rolle des Beschützers und Aufpassers im Gehege ausfüllt, ist er nicht der Chef: Das Sagen hat das ranghöchste Weibchen.
Freie Wildbahn: In freier Wildbahn leben Gorillas in Gruppen mit einem Männchen und bis zu 30 Weibchen zusammen. Stirbt das Männchen, löst sich die Gruppe auf.
Alter: Gorillas können bis zu 50 Jahren und bis zu 200 Kilogramm schwer werden.
Obwohl der Zoo Duisburg schon seit 1968 Gorillas hält, gelingt die Zucht erst seit 2008. Grund dafür ist Mapema, ein kräftiges Gorilla-Männchen, das über 200 Kilo auf die Waage bringt und „noch in seiner Sturm- und Drangphase ist“, so Nolte. Das neue Gorilla-Junge ist bereits Nachwuchs Nummer vier und langsam haben die Tierpfleger Angst, dass es im Gehege zu eng wird. Aufhalten können sie Mapema nicht, sie bauen darauf, dass er mit den Jahren ruhiger wird.
Die Geburt des neuen Gorilla-Babys konnte ein Pfleger sogar beobachten. Das ist ungewöhnlich, da angehende Gorilla-Mütter sich meist zurückziehen. Will man eine Geburt miterleben, muss man schnell sein: Dieses Mal dauerte es nur wenige Minuten, bis das Junge auf der Welt war.
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