Duisburg: Gospel-Chöre in farbenprächtigen Gewändern
VON NANCY LEIMBACH - zuletzt aktualisiert: 19.08.2008Duisburg (RPO). Ein außergewöhnlicher Gottesdienst fand am Wochenende in der Großenbaumer Versöhnungskirche statt. Ursprünglich war der Gospelgottesdienst als Open Air Event geplant, aber aufgrund der unbeständigen Wetterlage verlagerte man die Veranstaltung kurzerhand in die Kirche.
Mehrere internationale evangelische Gemeinden hatten sich zusammengefunden, um einen besonderen Gottesdienst in englischer Sprache abzuhalten. Unter ihnen auch der Duisburger „Joylight“ Gospelchor rund um Pauline Kimba, einer Pfarrerin aus Jamaica. Seit circa sechs Jahren organisiert der evangelische Kirchenkreis die Zusammenführung verschiedener fremdsprachiger Gemeinden, um einmal im Jahr ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen.
Die diesjährige Veranstaltung war ein buntes Zusammentreffen verschiedenster Leute, die jedoch eines gemeinsam haben, und zwar den Glauben an Gott. Die Sänger der Chöre waren in farbenfrohe Kleider gehüllt und sangen mit viel Herzblut die englischen Gospelsongs. Wie bei der Gospelmusik üblich wurde der Gesang durch eine Band mit verschiedenen Instrumenten wie einem Keyboard, einer Trompete oder Trommel unterstützt. „Es war alles andere als ein klassischer Gottesdienst“, weiß auch Renate Eckert, eine der vielen Besucher.
Unter den Besuchern waren sowohl Familien mit kleinen Kindern als auch Jugendliche. Man fühlte sich ein bisschen wie in einem amerikanischen Südstaatenfilm, in dem sich die Gemeinde klatschend im Takt wiegt. Obwohl viele der älteren Leute die Texte nicht verstanden haben, ließen auch sie sich von der lockeren und entspannten Atmosphäre mitreißen. „Der größte Unterschied zu einem gewöhnlichen Gottesdienst wie wir ihn kennen, ist die Ausführung“, so Pfarrerin Anke Bender, die die Organisation übernommen hat. „Die Verbindung von Geist und Körper während eines Gottesdiensts kennen wir nicht. Hierzulande wird zum Beispiel nicht getanzt, sondern eher alles über den Kopf gemacht. Aber wir alle sind mit Herz und Seele dabei.“
Thema der Predigt, die sowohl in englisch als auch in deutsch gehalten wurde, war das Vertrauen auf Gott, der auch im Leid für die Menschen da ist. Ursprünglich ist Gospel die Kirchenmusik afroamerikanischer Gemeinden, aber in Deutschland spielen ebenso afrikanische Einflüsse und Lieder eine große Rolle. Dies zeigte sich auch bei den teilnehmenden Gemeinden der Mighty Hands of God aus Ghana, die Apostles of Revelation Society aus Togo, der Acts Revival Church aus Nigeria und der Niederlande, der Shiloh United Church aus Ghana und Großbritannien sowie der Koreanischen Presbyterianischen Siloam-Gemeinde.
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