Duisburg: Gottschling bleibt dem Bezirk treu
VON SANDRA KAISER - zuletzt aktualisiert: 31.01.2009Duisburg (RPO). Katharina Gottschling hat, wie man so schön sagt, Blut geleckt. Die 66-Jährige will auch nach der Kommunalwahl am 7. Juni Bezirksbürgermeisterin bleiben. Auch wenn sie in ihrem Wahlkreis Hochemmerich-Nord die meisten Stimmen auf sich vereinen sollte und damit direkt in den Rat der Stadt einziehen könnte.
"Ich würde das Ratsmandat nicht antreten", sagte die amtierende Bezirksbürgermeisterin jetzt bei einem Gespräch, zu dem die CDU Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen eingeladen hatte. "Ich habe hier 43 Jahre lang in einem Sanitätshaus gearbeitet. Jeder kennt mich. Mein Herz hängt einfach am Bezirk", erklärte Gottschling. Immer wieder sei sie auf der Straße angesprochen und gebeten worden, doch in Rheinhausen zu bleiben.
"Ich habe von Anfang an ein gutes Feedback bekommen", so Gottschling, "auch von Seiten der Verwaltung. Die gute Zusammenarbeit würde ich gerne weiter ausbauen". Deshalb habe sie sich, nicht zuletzt auf hartnäckiges Drängen von Bezirksfraktionschef Ferdi Seidelt, dazu entschlossen "das Ganze nochmal zu machen". Dass sie wieder in die Bezirksvertretung gewählt wird, ist gewiss: Sie steht auf einem sicheren zweiten Listenplatz, gleich hinter Fraktionschef Seidelt, der bereits seit 30 Jahren "Dauergast" im Bezirksrathaus ist.
Auch bei den übrigen Kandidaten setzen die Christdemokraten auf Kontinuität: Für den Rat kandidieren erneut Klaus Mönnicks (Friemersheim) und Gabi Partenheimer (Rumeln-West / Kaldenhausen). Sowohl in Friemersheim als auch in Rumeln-Kaldenhausen haben die Christdemokraten seit zehn Jahren die Mehrheit. Die übrigen Ratskandidaten haben es schwerer: Peter Wirtz (Bergheim-Süd / Rumeln-Ost), Detlev Helmdach (Bergheim-Nord), Katharina Gottschling (Hochemmerich-Nord) und Sylvia Linn (Hochemmerich-Süd / Rheinhausen-Mitte) stemmen sich gegen andersfarbige Mehrheiten.
Deshalb stehen sie auch auf den vorderen Plätzen der Liste für die Bezirksvertretung: Sollten sie ihre Wahlkreise nicht direkt gewinnen und auch nicht über die Reserveliste in den Rat rutschen, könnten sie immerhin wieder auf ihren alten Stühlen im Sitzungssaal des Bezirksrathauses Platz nehmen. "Bei uns gibt es nicht Hop oder Top", so Seidelt. "Sie werden uns auf jeden Fall erhalten bleiben – wenn nicht im Rat, dann im Bezirk. Die Wähler sollen sich nicht wundern müssen, dass plötzlich jemand verschwindet."
Auf den Listenplätzen sechs bis zehn für die Bezirksvertretung stehen Hans Partenheimer, Henning Gerlach, Kai Müller, Norbert Linn und Guido Fischer.
CDU setzt auf Kontinuität
Das Durchschnittsalter in der Fraktion liegt bei 45 Jahren. Nach unten gedrückt wird es vor allem von Henning Gerlach (23, Vorsitzender der Jungen Union Duisburg-West) und Kai Müller (27). "Die werden auch noch nach 2014 da sein. Die Kontinuität ist also auch auf lange Sicht gewährleistet", so Seidelt.
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