Duisburg: Großgemeinde feierte Fusion
VON ANJA STREICHAN - zuletzt aktualisiert: 26.11.2007Duisburg (RPO). Die katholischen Gemeinden Heilig Kreuz, St. Peter und St. Barbara sind jetzt eins. Gestern wurde die Zusammenlegung zur neuen Gemeinde St. Peter begangen. Zwei Pfarrer kümmern sich um 11 800 Menschen.
„Diese Fusion war unumgänglich, aber auch positiv. Gemeinsam schaffen wir das“, sagte Hildegard Schulz am Sonntagvormittag. Die 44-Jährige war Mitglied der Gemeinde „Heilig Kreuz“ in Rheinhausen, die gestern mit den Gemeinden St. Barbara und St. Peter fusionierte. Dies feierte die neue Großgemeinde mit dem Namen St. Peter in einem Fusionsgottesdienst in der Kirche „Heilig Kreuz“ in Bergheim. Weihbischof Heinrich Janssen nutzte diese Gelegenheit, um der neuen Gemeinde seinen Segen zu erteilte. „Ich danken allen Helfern für ihre Arbeit“, so der Bischof. „Allerdings dürfen Probleme nicht die Chancen einer solchen Fusionierung verdecken.“
Ursprünge
Die ehemalige Gemeinde „Heilig Kreuz“ entstand erst im Jahr 2004, als die Gemeinden St. Ludger und Christus König fusionierten. Diese beiden Gemeinden hingegen waren bis zu Mitte des 20. Jahrhunderts Rektorate der Pfarrei St. Peter. Im Jahre 1941 wurde die Gemeinde St. Ludger, und 1951 die Gemeinde Christus König selbstständig.
Die offiziellen Gespräche über eine Fusion der drei Gemeinden begannen vor etwa einem Jahr. Damals gründete sich ein Gremium, bestehend aus Mitgliedern der drei Teilgemeinden, das der Fusion den Weg bereitete. Die Gründe für die Fusionierung sind vielfältig. Schon seit vielen Jahren hatten alle drei Gemeinden mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen. „Das ist ein Trend im gesamten Bistum, es gibt zu wenig Gläubige in den Gemeinden, das geht einher mit Geldmangel und daraus resultiert ein Fehlen von Priestern“, erklärte Fritz Bösken, pensionierter Pfarrer der ehemaligen Gemeinde St. Peter.
Dass diese Probleme in eine Fusion von drei Rheinhausener Gemeinden resultierten, sahen viele Betroffene zunächst kritisch, manche fürchteten um den Verlust des Gemeindezusammenhalts. Am Sonntagmorgen bemerkte man von dieser Skepsis jedoch nur wenig. Die meisten Menschen waren positiv gestimmt und sahen in der Fusion eine Chancen für die Zukunft.
Absolutes Neuland
Die neue Gemeinde wird von zwei Pfarrern geleitet werden. Johannes Mering (bisher an Heilig Kreuz tätig) und Ulrich Koch (St. Barbara)werden sich der etwa 11 800 Schäfchen in der neuen Gemeinde annehmen. Johannes Mering wird der erste Pfarrer der Gemeinde sein, Ulrich Koch ist mit einer halben Stelle ausgestattet. Der neue Hauptsitz der großen Gemeinde wird die Pfarrgemeinde Heilig Kreuz sein. „Die Fusion der Gemeinden ist unterschiedlich aufgenommen worden und es gab auch viele Schwierigkeiten“, berichtete Pfarrer Mering. Allerdings sei er auch neugierig auf die Entwicklung der neuen Großgemeinde: „Wir betreten absolutes Neuland mit dieser Fusion. Ich bin neugierig, gespannt und blicke zuversichtlich auf das was da kommen mag. Am Ende wird doch alles gut gehen, wann wird denn schon mal eine neue Gemeinde gegründet? Das ist in Rheinhausen das letzte Mal in den 60er Jahren passiert.“
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