Duisburg: Grüne Welle, rote Welle
VON VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 11.02.2009Duisburg (RPO). Duisburgs Autofahrer haben ihre eigenen Erfahrungen mit Ampelschaltungen und kennen die Durchgangsstraßen, auf denen sie verärgert vor einer roten Ampel nach der nächsten stehen.
Ein paar Kilometer und eine rote Ampel nach der anderen– von wegen "Grüne Welle"!. Wer von der Steinschen Gasse beispielsweise zum Kreisverkehr am Bahnhof fährt, der kann davon ein Lied singen. Rot am Abzweig Klosterstraße; wenige Meter weiter am Marientor die nächste rote Ampel. Nur wer sich nach dem Linksabbiegen in die Plessingstraße nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält, der schafft mit viel Glück das Grün an der Musfeldstraße. Alle anderen stehen ein weiteres mal vor rot. Die nächste Ampel an der Krummacher Straße ist gut zu sehen und steht auf grün, zumindest so lange, bis sich der inzwischen schon gefrustete Autofahrer nähert. Warten, warten, warten.. dann geht es schön brav mit 50 Stundenkilometer weiter auf die Kreuzung Düsseldorfer Straße zu. Und die Ampel zeigt... knallrot. Gut nur, dass bis zum Kreisverkehr keine Signalanlage mehr am Weg steht.
Ein Sonderfall? Wohl kaum, wer immer sich mit Duisburger Autofahrern über das Thema "Grüne Welle" unterhält, erntet Gelächter und wird vergleichbare Schilderungen von anderen Durchgangsstraßen zu hören bekommen. Dabei gibt es sie wirklich, die Grüne Welle, sagt zumindest Werner Kumetat vom Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement. Allerdings, so gibt er zu, könne die rot-freie Fahrt durch Unvorgesehenes durcheinander geraten, zum Beispiel durch Fußgänger(bedarfs)ampeln, die nicht in die Berechnungen einer Grünen Welle einbezogen werden können, oder durch haltende Busse, durch parkende Lieferwagen und ähnliche Blockaden. Je länger eine Durchgangsstraße, desto wahrscheinlicher, dass solche Hindernisse auftauchen. Und es gibt auch Problemfälle, gibt Kumetat zu, so auf dem Altenbrucher Damm. Mediamarkt, Bauhaus, Auf- und Abfahrten zur A59, und dann noch der Altenbrucher Damm selbst – noch tüffteln die Verkehrsplaner an einer Lösung gegen den Stau im Berufsverkehr und an Samstagvormittagen.
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