Duisburg: Gütesiegel fürs „Max Planck“
VON KATHARINA SCHMÜLLING - zuletzt aktualisiert: 10.09.2008Duisburg (RPO). Das Schulministerium hat dem Meidericher Gymnasium die Auszeichnung für seine individuelle Förderung verliehen. Ein Aspekt sind die Profilklassen. Aus vier verschiedenen Schwerpunkten können die Eltern auswählen.
Als erstes Gymnasium in Duisburg hat das Meidericher Max-Planck-Gymnasium in einer Feierstunde das „Gütesiegel individuelle Förderung“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Nordrhein- Westfalen verliehen bekommen.
Individuelle Förderung von Schülern geschieht an der weiterführenden Schule auf vielfältige Art und Weise. „Ein Aspekt sind unsere Profilklassen“, sagt Ulrike Höttges. Sie ist am Max-Planck-Gymnasium für die Schulentwicklung zuständig und unterrichtet die Fächer Deutsch und Religion.
Kooperation mit der Uni
Aus vier verschiedenen Schwerpunkten können Eltern und Schüler bei der Anmeldung wählen: Die Bläserklasse etwa hat eine musikalische Ausrichtung. Jedes Kind lernt ein Blasinstrument. Einen anderen Schwerpunkt setzt die naturwissenschaftliche Klasse. „Sie ist stark experimentell ausgerichtet, und wir haben eine Kooperation mit der Uni und mit Thyssen Krupp Steel“, sagt Höttges. Die Lehrer der Theaterklasse arbeiten mit einem Theaterpädagogen des Stadttheaters zusammen. „Die fünften und sechsten Klassen führen jeweils ein Stück auf Deutsch und Englisch auf. Diese Klasse ist also auch bilingual“, so Pädagogin Höttges.
Optimale Chancen
Die Auszeichnung „Gütesiegel individuelle Förderung“ ist eine Maßnahme des Schulministeriums NRW zur Schaffung eines Schulwesens, in dem jeder Schüler unabhängig von seiner Herkunft seine Chancen und Begabungen optimal entfalten kann.
Die ausgezeichneten Schulen sollen Vorbilder für eine gelungene individuelle Förderung sein. Bisher erhielten insgesamt 183 Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen das Gütesiegel.
Computerbegeisterten Kindern steht die so genannte Laptopklasse offen. „In allen Fächern wird mit dem Laptop gearbeitet, und auch die Hausaufgaben machen die Kinder zu Hause an dem Gerät“, erklärt Höttges. Bei der Anmeldung werden Eltern und Schüler von den Pädagogen des Gymnasiums eingehend beraten. Laptops oder Instrumente müssen die Eltern selbst bezahlen, sagt Höttges. Allerdings sei das auch in Raten möglich.
Mit einer intensiven Sprachförderung reagiert das Gymnasium in Meiderich auf sein Einzugsgebiet mit vielen Schülern mit Migrationshintergrund. Das schulinterne Nachhilfesystem „Schüler helfen Schülern“ vermittelt Hilfe von älteren an jüngere Schüler, um leistungsschwächere Kinder zu unterstützen. Entstanden seien alle individuellen Fördermaßnahmen aus Ideen der Lehrerschaft des Max-Planck-Gymnasiums.
Ulrike Höttges war es auch, die die Bewerbung an das Schulministerium schickte. Bevor Schüler und Lehrer sich jetzt über die Auszeichnung freuen durften, hatten Gütesiegelinspektoren die Schule vor Ort genau unter die Lupe genommen. Welches der einzelnen Konzepte letztlich den Ausschlag gegeben hat, weiß Ulrike Höttges nicht genau.
Die Freude über die Auszeichnung ist jedenfalls groß: „Schließlich sind wir erst die dritte Schule – und das erste Gymnasium – auf Duisburger Stadtgebiet, das dieses Gütesiegel erhält.“
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