Duisburg: Gute Stimmung bei Soul am See
VON PATRICK CLASEN - zuletzt aktualisiert: 15.08.2010 - 17:36Mit ernsten Worten begrüßte der Veranstalter Klaus Siepmann am Samstag die Besucher des „Soul am See“-Festivals im Strandbad Wedau: „Es ist dieses Jahr anders als die letzten Male. Positiv, weil wir nach all den Jahren endlich mal schönes Wetter haben und weil der Vorverkauf geboomt hat. Negativ, weil die Loveparade uns allen noch im Gedächtnis sitzt.“
Top-Act Stefanie Heinzmann
Drei Musik-Acts bekamen die rund 1700 Zuschauer, von denen viele mit ihren eigenen Decken und Klappstühlen angereist waren, zu sehen. Den Anfang machte gegen 18.30 Uhr die „Coco Roadshow“, eine elfköpfige Funk-Band aus Köln.
„Die sind eigentlich viel zu gut als Vorband“, kommentierte Klaus Siepmann – und das Publikum gab ihm Recht: Als die Gruppe, die seit 1995 besteht, gegen 20 Uhr aufhörte zu spielen, wurde sie mit großem Applaus verabschiedet.
Haupt-Act des Abends war Stefanie Heinzmann, die vor gut 18 Monaten mit ihrem Sieg bei der von Stefan Raab veranstalteten Casting-Show „Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte und gern auch bei RTL auftreten darf“ über Nacht berühmt wurde.
Info
Das nächste Event von Klaus Siepmann ist das Oktoberfest am 1. und 2. Oktober im Strandbad Wedau.
„Es ist schön, so jemanden hier zu haben, der von seinem Entdecker unabhängig geworden ist und sein eigenes Ding macht“, betonte Siepmann, der selber auch begeisterter Soul-Musiker ist. Den Abschluss machte gegen 23 Uhr die Band „Brixtonboogie“.
Die seit 2005 bestehende und von dem Hamburger Musik-Produzenten Krisz Kreuzer gegründete Gruppe rundete den Abend mit der Vorstellung ihres urbanen Blues ab. Das nunmehr 16. „Soul am See“ war für den Veranstalter, der auch die Organisation der jährlichen Beach-Party in Wedau leistet, sicherlich ein Erfolg.
„Das Besondere an diesem Festival ist, dass alle mit einander quatschen, die Besucher, die Musiker. Hier gibt es keine Zicken, alle sind total happy“, beschrieb Klaus Siepmann die Stimmung auf dem Gelände.
Die Ursprünge
Angefangen hat alles im Jahr 1995, als er mit seiner damaligen Soul-Band „The ExBeats of Soul“ das Festival „des Spaßes halber“, wie er selber sagt, veranstaltet hat.
Auch wenn er selber nicht mehr auftritt – viel verändert hat sich seitdem nicht: „Wir waren schon damals hier im Strandbad in Wedau.“ Das Konzept scheint anzukommen.
„Bei schlechtem Wetter sind es 1000 Besucher, bei gutem können es auch 2000 sein. Ein Großteil der Besucher sind Stammgäste, die kommen immer.“
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