Duisburg: Gymnasium kooperiert mit Trinkaus
VON REBECCA FELLS - zuletzt aktualisiert: 06.10.2010 - 09:25Duisburg (RPO). Was ist Kaufkraft? Wie entstehen Preise? Wie sieht der einfache Wirtschaftskreislauf aus? Diesen und ähnlichen Fragen gehen die Schüler des Steinbart-Gymnasiums im Wirtschaftsunterricht nach.
Damit den Schüler die Wirtschaftswirklichkeit bestmöglich vermittelt werden kann, hat Schulleiter Peter-Michael Minnema gestern mit Andreas Schmitz, Vorstandssprecher der Privatbank HSBC Trinkaus, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.
Seit einem Jahr
Die Zusammenarbeit, die bereits seit einem Jahr besteht, beinhaltet neben der finanziellen Förderung auch verschiedene Projekte. So werden Lehrer durch Weiterbildungsangebote oder Expertenvorträge im Unterricht fachlich unterstützt. Zudem können Schüler an Bewerbungsworkshops oder Bankbesichtigungen teilnehmen. Als Praktikanten erhalten sie zudem Einblicke in den Berufsalltag von Bankern. "Wirtschaftswissen wird an allgemeinbildenden Schulen nicht systematisch vermittelt.
Dabei ist ökonomische Bildung in unserer modernen Gesellschaft unverzichtbar, sowohl im Lebensalltag als auch im Beruf", erläutert Schmitz die Motivation seiner Bank für dieses Engagement. Zudem müssten Jugendliche wirtschaftlichen Sachverstand entwickeln, um Themen bewerten zu können. "Für die Schüler ist wichtig, die Inhalte aus dem Unterricht mit der authentischen Praxis zu verbinden", ergänzt Schulleiter Minnema.
"Die Kooperation mit HSBC Trinkaus eröffnet Schnittstellen in vielfältigen Bereichen." So werde das Thema Globalisierung in Englisch besprochen, Wirtschaftsethik stünde im Philosophieunterricht auf dem Plan. "In einem Informatikkurs habe ich mich zuletzt mit der mathematischen Risikoberechnung von Optionsscheinen befasst." Auch Schülersprecher Lucas Möller freut sich, dass der Wirtschaftsunterricht ausgebaut wird.
"Ich interessiere mich sehr für Wirtschaft", sagt der Schüler der Stufe 12. "Doch bisher haben wir uns nur punktuell mit dem Thema beschäftigt." Elternvertreterin Astrid Riege hofft, dass durch die Kooperation mit der Bank auch wirtschaftlich weniger interessierte Schüler einen Zugang zur Ökonomie finden.
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