Duisburg: Härteres Vorgehen gegen Internetkriminalität
zuletzt aktualisiert: 27.05.2010 - 15:26Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Nordrhein-Westfalen fordert ein entschlossenes Vorgehen gegen Internetkriminalität. Der Landesvorsitzende Erich Rettinghaus sprach sich am Donnerstag in Duisburg dafür aus, eine sogenannte Internetzentrale beim Bundeskriminalamt (BKA) anzusiedeln.
Dort könnten Spezialisten aus den Bereichen Polizei, BKA und Zoll gemeinsam die Internetkriminalität bekämpfen und sie länderübergreifend koordinieren. Auch die internationale Rechtshilfe müsse in diesem Zusammenhang verbessert werden.
Die "Globalisierung" der Internetkriminalität erfordere auch von der Wirtschaft neue Strategien und Lösungen. Die Sicherheitsbehörden seien allein nicht in der Lage, der rasant steigenden Zahl von "Angriffen" krimineller Netzwerke und Organisationen Herr zu werden. Aber auch eine Aufklärung des normalen Internetnutzers über Gefahren und Risiken sei dringend geboten. Jeder, der im Internet aktiv sei, müsse "wissen, dass er dort nicht allein ist, nur weil er alleine am PC sitzt".
Laut BKA wurde das Internet 2009 in fast 207 000 Fällen zu einer Straftat benutzt, das waren fast 40 000 Delikte mehr als ein Jahr zuvor.
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