Duisburg: Haesen: Zweifel am Sinn des Bauvorhabens
zuletzt aktualisiert: 18.08.2007Duisburg (RPO). In den Haesen sollen Grünflächen neuen, hochwertigen Wohnhäusern weichen. Was die Politik beschlossen hat, brachte den Bürgerverein Haesen und Gerdt auf die Palme. Nun haben die Bürger neuen Anlass bekommen, sich im Recht zu wähnen. Denn die Stadtverwaltung scheint ihre Bedenken gegen die Bebauung zu teilen.
„Wir haben intern diskutiert, ob die Umnutzung vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sinnvoll ist“, sagte Christoph Hölters vom Stadtentwicklungsamt in der Bezirksvertretung Homberg / Ruhrort /Baerl auf die Frage, warum sich das Verfahren so lange hinziehe. Damit lieferte er den Gegnern der Planung eine Steilvorlage. Denn neben dem Verlust einer Erholungsfläche war dies das Hauptargument des Bürgervereins: Die geplanten Häuser seien nicht nötig; wegen rückläufiger Bevölkerungzahlen stünden bereits viele Häuser leer. Peter Kozica, Geschäftsführer des Bürgervereins wiederholte gestern: „Wir haben so viel Leerstand, attraktive Häuser, die man nicht quitt kriegt.“
Gar nicht erbaut war mancher Bezirkspolitiker über die Äußerung von Christoph Hölters. Die Verwaltung, so hieß es, habe die politischen Beschlüsse nicht zu diskutieren, sondern möglichst kostengünstig auszuführen.
Bis neue Einfamilienhäuser in den Haesen stehen, wird noch viel Zeit ins Land gehen. Gerade erst sei das Büro „Planlokal“ aus Dortmund mit der Durchführung eines Investorenwettbewerbs beauftragt worden. Der Wettbewerbssieger solle in neun Monaten feststehen. Frühestens im Herbst 2009 ist damit zu rechnen, dass das Baugelände in den Haesen verkauft werden kann. Es gibt freilich Bezirkspolitiker, die gar nicht daran glauben, dass Investoren Interesse zeigen werden.
Zu dem als Baugelände vorgesehenen Areal gehört der Rasenplatz des SV Haesen und Hochheide. Vom Erlös soll die Sanierung seiner maroden Platzanlage an der Rheinpreußenstraße finanziert werden. Mit Hinblick darauf liegen alle Instandsetzungsmaßnahmen der Anlage zurzeit auf Eis. Damit sich das ändert, hat die Bezirksvertretung den Oberbürgermeister gebeten, er möge Duisburg-Sport auffordern, dringende Instandssetzungsmaßnahmen durchführen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







