Duisburg: HKM: Verkehr aus Stadtteil ziehen
VON STEFAN OSSENBERG - zuletzt aktualisiert: 08.05.2008Duisburg (RPO). „Noch sind wir in der Machbarkeitsstudie. Aber dann hätten wir das mit der Bahn selbst im Griff“, sagt Peter Gasse von den Hüttenwerken Mannesmann Krupp (HKM). Er ist sich der Vorteile der Verlegung des Haupteinganges von der Bahnhaltestelle „Mannesmann Tor 1“ nach „Mannesmann Tor 2“ bewusst.
Der bisherige Haupteingang an der Ehinger Straße, Ecke Schulz-Knaudt-Straße soll dann nur noch für den reinen Fußgängerverkehr offen gehalten werden. Momentan prüft der Konzern die Realisierungsmöglichkeiten, den Nutzwert und die finanziellen Rahmenbedingungen.
Anlass zur Neuüberlegung ist die prekäre Verkehrssituation an Tor 1. Zu Arbeitsbeginn und -ende staut sich hier regelmäßig der Verkehr: Auto um Auto muss durch die Schranke gewunken werden, Straßenbahnen und Bahnverkehr kreuzen. Wartezeiten von bis zu 15 Minuten sind hier für die Passierenden keine Seltenheit. Und das nervt auf Dauer.
Außerdem: Bei Krankentransporten vom Werksgelände können das 15 Minuten zuviel sein. Auch den Mietern auf dem Gelände wolle man diese Wartezeiten nicht mehr zumuten, sagt Franz Scheben, Leiter des Immobilen- und Werkschutzes. Bei einer Verlegung könnten zudem die Wartezeiten der DB-NET-Züge größtenteils entfallen.
Am Tor 2, Ehinger Straße / Ecke Mannesmann Straße gegenüber Klettenweg, wäre eine gute Verkehrsanbindung gewährleistet. Durch die nahegelegene Bahnhaltestelle „Mannesmann Tor 2“ ist dabei die ÖPNV-Anbindung gegeben. „So wie es aussieht, können wir ohne eine zusätzliche Ampelanlage auskommen“, freut sich Scheben.
Mit hohen Kosten verbunden
Von der momentan vierspurigen Straße könnte richtungsabhängig jeweils eine Spur als Abbiegespur verwendet werden. Ziel der Verlegung ist aber auch die Verkehrsentlastung der Hermann-Rinne-Straße. „Wir wollen einen positiven Beitrag für den Duisburger Süden leisten“, so Scheben.
Dieses „indirekte Interesse“ unterstützt auch Peter Gasse. Er bezweifelt jedoch die Kostenansätze. Eine sechsstellige Summe hält er für unrealistisch und erwartet, dass das Finanzvolumen doch noch größer wird, als gedacht. Inbegriffen sein soll eine technische Aktualisierung des gesamten Eingangsbereiches und ein externer Besucherparkplatz. Moderne Chipkarten sollen dann den Mitarbeitern Zugang verschaffen.
Doch noch ist alles offen. „Wir werden im dritten Quartal dieses Jahres konkrete Aussagen treffen können“, sagen Gasse und Scheben. Dann wird sich zeigen, ob es beim nächsten St-Barbara-Fest auf dem Gelände heißen wird: „Macht hoch Tor 2“.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







