Duisburg: Hochwasser bringt Müll und Schrott
zuletzt aktualisiert: 13.01.2011 - 14:46Das Hochwasser in Duisburg geht langsam zurück. Am Donnerstagmorgen stand der Pegel in Ruhrort bei 9.11 Meter. Die Aufräumarbeiten an den Ufern haben begonnen. Die Fluten hinterlassen Müll, Geäst und sperrige Holzstämme. Doch es droht bereits die nächste Wasserwelle.
Glasflaschen, alte Autoreifen, rostige Getränkedosen: Das abziehende Hochwasser hat Berge von Müll an die Ufer des Rheins geschwemmt. Die Duisburger Wirtschaftsbetriebe haben alle Hände voll zu tun. Mit Baggern und Kehrmaschinen schaufeln sie den Unrat zusammen, kehren ihn zu tonnenschweren Müllbergen auf. In den Gewässern des Hafens räumen Müllschiffe den Dreck und Schrott aus dem Wasser.
Doch nicht alles ist an die Ufer geschwemmt worden. Dicke, meterlange Holzstämme treiben im Rhein und bedrohen die Schiffahrt. Zum Teil treiben ganze Bäume im Strom, die durch das Hochwasser umgeknickt und aus der Erde gerissen wurden.
Neue Hochwasserwelle
Auch wenn sich der Pegel langsam wieder normalisiert: es droht bereits die nächste Wasserwalze. Die anhaltenden Regenfälle der vergangenen Tage haben den Rhein in manchen Regionen wieder ansteigen lassen. Meteorologen sagen spätestens für Freitag ein Überschreiten der am vergangenen Wochenende erreichten Jahreshöchstmarken voraus.
"Entlang des Rheins erwarten wir für die nächsten zwei Tage bis zu 40, im Bergischen Land sogar bis zu 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter", berichtet Oliver Klein vom Wetterdienst Meteomedia. "Das ist etwa so viel, wie sonst in einem Monat runterkommt."
Die Lage könne sich wieder zuspitzen, da die Böden immer noch mit Wasser vollgesogen seien. "Alles was an Niederschlag neu hinzukommt, fließt sofort in die Kanäle und von dort in die Gewässer", sagt Klein. Hinzu komme noch das Schmelzwasser aus den Mittelgebirgen. So liege im Rothaargebirge immer noch ein halber Meter Schnee, der mit ansteigenden Temperaturen nun wegtaue. An den Nebenflüssen dürfte es daher wieder zu Überschwemmungen kommen, sagt Klein. Ob auch am Rhein die Höchstwasserstände wieder erreicht werden, hängt davon ab, in welchen Abständen die Scheitelwellen aus den Nebenflüssen zusammentreffen, sagt Klein.
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