Duisburg: Holz, Glas und Sandkunst zum Selbermachen
VON ANNALENA MANDRELLA - zuletzt aktualisiert: 11.05.2010Duisburg (RPO). Rheinhausen Springende Funken umrahmen ein Bild von aufwändigen Metallkunstwerken: Ein Künstler führt Schweißarbeiten vor Publikum vor. Einen Stand weiter gibt es bunte Bilder aus Sand zu sehen: Muster und Motive aus farbigem Sand hinter Glas, Herzen und Blumen zum Beispiel. An Ort und Stelle waren die Besucher eingeladen, eigene Sandkunstwerke zu Gestalten – erste Eindrücke vom Kunsthandwerkermarkt auf dem Gelände von "W8zig" an der Geitlingstraße.
Förderung durch Handwerk
Der Markt unter dem Titel "Kunsthandwerk – Mode, Wohnen, Schenken, Gartenobjekte" bot Einblick in die Arbeit der Menschen, die von der "W8zig"-Werkstatt gefördert werden. Sie gehört zu den Caritas-Werkstätten Niederrhein.
Die Beschäftigten sind Menschen mit psychischen Erkrankungen, erläuterte Mitarbeiterin Bettina Guck: 80 Arbeitsplätze gibt es eigentlich, darauf spielt der Name der Organisation an. Aber der Bedarf an Stellen ist deutlich größer: Im Moment sei der Betrieb mit 101 Mitarbeitern völlig ausgelastet, so die Chefin Heike Molz.
In den Innenräumen des Gebäudes gab es Kunstwerke von Glasornamenten bis zu Holz- und Metallfiguren zu entdecken. Außerdem waren die Werke einiger Gastaussteller zu betrachten, die Gemälde, Textilwaren und Schmuck präsentierten. So wie Rena Werneyer: Die gelernte Grafikerin und Malerin beschäftigt sich mit Kalligraphie und präsentierte unter anderem Tischläufer aus Stoff, die mit auffälligen Schriftzügen und Mustern versehen waren.
Geld für Investitionen
Im Anschluss an einen Rundgang waren die Besucher dazu eingeladen, im Hinterhof Frisches vom Grill zu genießen, und es gab Kaffee und Kuchen.
Den "W8zig"-Kunsthandwerkermarkt gibt es seit fünf Jahren zwei Mal im Jahr, der nächste ist im November. "Vom Erlös der verkauften Kunstwerke werden die Löhne der Mitarbeiter gezahlt und Investitionen getätigt", so Heike Molz.
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