Duisburg: Immer mehr Privatschulen
zuletzt aktualisiert: 21.02.2011 - 10:28Privatschulen aus Düsseldorf interessieren sich vermehrt für Standorte im Duisburger Süden. Das Immobilien Management und die Bildungsholding sind sich jedoch uneinig, ob es dafür überhaupt Platz gibt.
Nachdem die Waldorfschule ihre neue Heimat an der Heinrich-Bierwes-Straße im Duisburger Süden gefunden hat, zeigen immer mehr Schulen aus Düsseldorf Interesse, ihren Standort nach Duisburg zu verlagern. Das sagte wie berichtet Ralf Hörsken, Leiter der Duisburger Bildungsholding, unserer Zeitung.
„Düsseldorf platzt aus allen Nähten. Dort gibt es, anders als in Duisburg, nicht genug Schulraum.
In den vergangenen Tagen und Wochen häufen sich bei uns die Anfragen. Wir vermitteln dann Gespräche mit dem Immobilien Management Duisburg“, so Hörsken. Momentan würden sich eine griechische Schule, eine „Schule der Gesundheit“ und eine Schule für Menschen mit Migrationshintergrund dafür interessieren, nach Duisburg zu ziehen. Die leichte Erreichbarkeit des Duisburger Südens sei dabei ein entscheidender Faktor für Düsseldorfer Bildungseinrichtungen.
Schulraum
Die Bildungsholding Duisburg rechnet damit, dass in den kommenden Jahren die Schülerzahlen in Duisburg sinken werden. Dadurch müssten Schulen geschlossen werden. Die Gebäude könnten dann von Privatschulen genutzt werden. Die Politik hat in manchen Punkten eine andere Auffassung.
Wo ist noch Schulraum?
Doch wo könnten diese im Duisburger Süden unterkommen? Hörsken sieht vor allem Potenzial in Gebäuden von Haupt-, Grund- und Berufsschulen. „Das ist noch immer nicht vom Tisch. Wir haben Vorschläge gemacht, wie Duisburg auf die schwindende Zahl an Schülern reagieren müsste. Inwieweit das umgesetzt wird, liegt bei den politischen Gremien“, so Hörsken. Bei auslaufenden Schulen gäbe es Möglichkeiten der Ansiedlung für Privatschulen. Doch das Immobilien Management Duisburg weiß gar nicht, wo diese neue Schulen im Duisburger Süden untergebracht werden sollten, wie der Leiter des IMD, Uwe Rohde, unserer Redaktion sagte.
„Ja wir haben Anfragen. Aber das einzige Gebäude im Süden der Stadt, das wir anbieten können, wäre das Gebäude, das momentan noch von der St. George’s School in Wanheimerort genutzt wird, wenn diese dann nach Ungelsheim zieht“, so Rohde. Noch sei man in Verhandlungen, die Vertragslage sei kompliziert. Dass sich die englischsprachige Privatschule jedoch in Ungelsheim ansiedele, das stehe für ihn fest. „Ansonsten haben wir jedoch keine Kapazitäten.“
Dass die Hauptschule Am Knevelshof, über die in der Vergangenheit genauso spekuliert wurde, wie die Grundschule an der Schulz-Knaudt-Straße für private Investoren offen stehen, bestreitet er. „Am Knevelshof ist ein Top-Gebäude, das quasi neu ist. Das wird sicherlich nicht von uns angeboten werden. Es gibt politische Beschlüsse, die Schulen mit geringen Anmeldezahlen zu erhalten“, so der IMD-Geschäftsführer. Dem werde man folgen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







