Duisburg: „In Duisburg tut sich was“
VON ANNE SENDATZKI - zuletzt aktualisiert: 21.03.2007Duisburg (RPO). Thorsten Hiermann ist Pressesprecher des Düsseldorfer Flughafens. Seinen Wohnsitz hat er im Duisburger Süden. Täglich überquert er morgens von dort aus die Grenze zur Rheinmetropole – und kommt abends gerne zurück.
„Duisburg ist attraktiver geworden“, sagt Thorsten Hiermann, 35, und plädiert damit für seine Geburtsstadt. Der Pressesprecher und Leiter der Unternehmenskommunikation des Düsseldorfer Flughafens arbeitet seit 1996 in Düsseldorf. Sein Wohnsitz im Duisburger Süden „bietet vor allem eine hohe Lebensqualität“, betont er.
Mit seiner Frau genießt er es, die Wochenenden auf seiner Terrasse zu verbringen und die Seele baumeln zu lassen. Eine Stadtflucht aufs Land hat er nie in Erwägung gezogen, und auch seine Kinder wird er einmal auf Duisburger Schulen schicken. So viel steht fest.
In Düsseldorf dagegen ereignet sich vor allem Hiermanns berufliches Leben. Während Geschäftsessen meist jenseits der Duisburger Stadtgrenze stattfinden, geht er mit seiner Frau gerne im „La Villa“ an der Mülheimerstraße essen. Eingekauft wird wiederum in der Düsseldorfer Altstadt. „Die Düsseldorfer sind schon sehr verliebt in ihre Stadt und die Kö“, sagt Hiermann.
Aber das Angebot, vor allem an qualitativ hochwertigen Waren, sei nun einmal besonders gut. Besser als in seiner Heimatstadt – noch. An Duisburg schätze er dafür die verschiedenen Stadtteilzentren, weil man so in jedem Stadtteil die Dinge des täglichen Lebens erledigen könne.
Was er noch gut findet? „Die Bodenständigkeit der Duisburger“, betont der 35-Jährige. Besonders durch die starken Bemühungen um die Integration unterschiedlicher Kulturen werde seines Erachtens das unvoreingenommene Auftreten gegenüber anderen ethnischen Gruppen gefördert. Dabei spielten Städtepartnerschaften oder völkerverbindende Projekte von Duisburger Unternehmen eine große Rolle.
Düsseldorf sei natürlich die Rheinmetropole schlechthin. „Doch dem Rhein in der Stadt kann Duisburg den Innenhafen entgegensetzen“, sagt Hiermann. Dabei finde er die Verschmelzung von Wohn- und Büroflächen besonders gelungen. Auch der „Masterplan“ von Lord Foster sorge seines Erachtens für eine Weiterentwicklung der Stadt. „Für mich gibt es in der Region kein vergleichbares Projekt.“
Im Zuge der Umstrukturierung des Duisburger Innenstadt hofft er nun auf eine Wiederbelebung des Musicaltheaters am Marientor, in dem er „Les Miserablés“ drei Mal gesehen hat. Wenn es die Zeit erlaube, so Hiermann, gehe er mit seiner Frau auch gerne ins Theater. Ins Duisburger, versteht sich.
Kurz: Für den Pressesprecher des Düsseldorfer Flughafens ist Duisburg eine spannende Stadt – weil sie sich mitten im Wandel befindet. Zwar gibt er zu, den Innenstadtbereich lange gemieden zu haben. „Doch dies“, beteuert er, „war einmal.“ Auch Düsseldorfer Freunde seien von der Entwicklung Duisburgs überrascht. „Die Visionen müssen nun umgesetzt werden.“
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