Duisburg: Ins Schlaflabor
zuletzt aktualisiert: 12.11.2009Duisburg (RPO). Bei intensivem Schnarchen sollte zunächst ein Besuch bei einem Hals-Nasen-Ohrenarzt oder einem Lungenfacharzt in Betracht gezogen werden. Der nächste Schritt ist, in Absprache mit dem Arzt die Auswertung der Sauerstoffwerte, Herzfrequenz und der Schlaflage in einem Schlaflabor. "Dies kann heute aber auch schon zu Hause vorgenommen werden", beruhigte Dr. Jürgen Schwiese. Bei einfachen Schnarchen kann oftmals schon eine Weste oder ein Rucksack helfen, die verhindern dass der Patient sich in Rückenlage dreht. "Bei leichten bis mittleren Fällen des obstruktiven Schnarchens kann auch eine Zahnschiene angefertigt werden, die verhindert, dass sich der Hals verschließt", berichtete Zahnärztin Dr. Marlies Scholz-Hermann.
In schweren Fällen hilft oftmals jedoch nur noch ein Beatmungsgerät, das den Patienten während des Schlafens unter Druck mit Luft versorgt. So kann dann der Widerstand im Hals durchbrochen werden. Eine weitere Möglichkeit ist, die geatmete Luft zusätzlich mit Sauerstoff anzureichern. "Bei der Cheyne-Stokes-Atmung kann zudem auch eine medikamentöse Behandlung helfen", so Dr. Christoph Murach.
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