Duisburg: Insignien des neuen Bischofs
VON ANJA STREICHAN UND KATHARINA SCHMÜLLING - zuletzt aktualisiert: 23.09.2008Duisburg (RPO). Bischofsring, Mitra, Bischofsstab und Brustkreuz von Ludger Schepers sind besondere Unikate:
Sie erinnern an seine Familie, seine Herkunft und den persönlichen Wahlspruch.Am Freitagnachmittag wurde Ludger Schepers, ehemaliger Pfarrer der Gemeinde St. Judas Thaddäus, im Essener Dom zum Weihbischof geweiht. Zum Abschluss der Zeremonie überreichte ihm Bischof Felix Genn die Bischofsinsignien.
Der Bischofsring, in dem der Ehering des Vaters von Ludger Schepers eingearbeitet ist, besteht aus Weißgold. Den Ring schmückt ein Bild von Christus, dem Salvator (Erlöser). Damit drückt Weihbischof Ludger Schepers seine Verbundenheit mit der Stadt Duisburg aus, deren Schutzpatron der „Salvator Mundi“ (der „Erlöser der Welt“) ist.
Die Mitra, die traditionelle Kopfbedeckung des Bischofs, wurde in der Benediktinerinnenabtei Mariendonk bei Kempen hergestellt. Aufgestickte Flammen auf der Vorderseite symbolisieren den Heiligen Geist.
Der Bischofsstab des neuen Weihbischofs war zum Zeitpunkt der Weihe noch nicht fertiggestellt. Während des Pontifikalamtes benutzte dieser den Stab des verstorbenen Essener Weihbischofs Julius Angerhausen (1911–1990). Der Wahlspruch des neuen Weihbischofs „Ut in omnibus glorificetur Deus“ (Damit in allem Gott verherrlicht werde) stammt vom heiligen Benedikt von Nursia.
Auch das Brustkreuz ist eines der Insignien eines Bischofs. Das des neuen Weihbischofs Schepers erinnert auf besondere Art und Weise an das Ruhrgebiet: Siemens-Auszubildende aus Mülheim haben es aus Edelstahl gefertigt, dass dort normalerweise für die Produktion von Hochdruckturbinen verwendet wird.
Nicht irgendein Holz
Eingebettet ist das Stahlkreuz in Holz, das aus einem rund 250 Jahre alten Eichenbalken aus dem Elternhaus der Mutter des Weihbischofs in Vreden in Westfalen stammt.Schreiner Leo Lippe hat das zehn Zentimeter breite und hohe hölzerne Kreuz gefertigt, das das Edelstahlkreuz umgibt. Vor allem sei das Kreuz Zeichen des Christentums, sagte Weihbischof Schepers, als er es von den Siemens-Auszubildenden vor seiner Weihe überreicht bekam. „Mein Auftrag ist es, den Menschen ganzheitlich zu begegnen, für ihr leibliches und seelisches Wohl Sorge zu tragen“, sagte er. „Daran erinnert mich dieses Kreuz“.
Überhaupt setzte Weihbischof Ludger Schepers bei den Feierlichkeiten zu seiner Weihe am vergangenen Freitag auf junge Menschen in Ausbildung. 200 Liter Gulaschsuppe und unzählige kleine Häppchen haben junge Köche aus der Duisburger „Werkkiste“ zusammen mit dem Oberhausener Verein „Kurbel“ gekocht und angerichtet.“Als Vereinsmitglied und damaliger Pfarrer der Gemeinde Buchholz hat er sich schon immer für die Jugendberufshilfe eingesetzt “, sagte Norbert Geier, Geschäftsführer der „Werkkiste“. Angehende Servicekräfte der Einrichtung kümmerten sich beim Empfang im Pfarrsaal von St. Gertrud in Essen um die 1200 geladenen Gäste.
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