Duisburg: Interkultureller Festakt zur Neueröffnung
zuletzt aktualisiert: 02.12.2008Duisburg (RPO). Rheinhausen (skai) Mit einem interkulturellen Festakt hat die Alevitische Gemeinde Duisburg die Neueröffnung ihres Gemeindehauses an der Friedrich-Alfred-Straße gefeiert. Mehr als tausend Mitglieder und geladene Gäste waren zu dem Festakt gekommen. Sie erlebten einen bunten Mix aus feierlichen Reden, Tanzdarbietungen, Folklore und Auftritten von Künstlern aus Deutschland und der Türkei.
Die Alevitische Gemeinde wurde im Jahr 1988 gegründet. Acht Jahre später kaufte sie die ehemalige Krupp-Menage, um das Gebäude als Zentrum ihrer Integrationsarbeit zu nutzen. Das Haus war seitdem nicht nur für die Mitglieder der Gemeinde, sondern für alle Duisburger offen und ein Ort des interkulturellen Lebens und interkultureller Aktivitäten. Das Gebäude war jedoch von Beginn an renovierungsbedürftig. Die notwendigen Arbeiten führte die Gemeinde zunächst abschnittsweise durch. Allerdings stürzte bei der Durchführung dieser Arbeiten die Gewölbedecke ein, so dass eine komplette Sanierung des Gebäudes erforderlich wurde.
Bis jetzt wurde das erste Geschoss mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern fertig gestellt. Rund 500 000 Euro hat die Sanierung gekostet. Die Arbeiten wurden allein durch Privatdarlehen, Mitgliederbeiträge und Spenden finanziert – ohne öffentliche Mittel.
Offen für alle Duisburger
Geplant ist ein weiteres Geschoss mit einer Fläche von 600 Quadratmetern. Es soll ein Gebetshaus, einen Konferenzraum, ein Jugendzentrum und Schulungsräume beherbergen. Die Räume stehen laut Gemeinde für alle Duisburger offen und sollen als interkulturelle Begegnungsstätte genutzt werden. Baubeginn soll 2009 sein.
Mit zirka 25 Prozent der Bevölkerung bilden die eher liberalen Aleviten in der Türkei, nach den sunnitischen Muslimen, die zweitgrößte Religionsgruppe. Die Alevitische Gemeinde Duisburg ist eine der größten Migrantenorganisationen in der Stadt. Sie hat es sich von Anfang an zur Aufgabe gemacht, Jugendliche von den Straßen zu holen, indem sie ihnen ein umfangreiches kulturelles Freizeitprogramm anbietet.
Auch auf dem Gebiet der Frauen- und Seniorenbetreuung ist die Alevitische Gemeinde aktiv. Außerdem ist sie Mitglied der interkulturellen Woche und kooperiert mit Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und den politischen Parteien zur Verbesserung eines friedlichen Zusammenlebens und zur Stärkung des interkulturellen Miteinanders.
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