Duisburg: Jagd auf Energielecks
VON MARC SCHMITZ - zuletzt aktualisiert: 26.11.2007Duisburg (RPO). Mit dem Hilfsmittel der Thermografie können Hausbesitzer ihre Fassaden auf Wärmebrücken untersuchen lassen und somit gezielt sanieren. Experten der Stadtwerke beantworten morgen am RP-Telefon Fragen der Leser
Analyse zu gewinnen
Als besonderen Anreiz zur Teilnahme an der Telefonaktion vergibt die RP morgen gemeinsam mit den Stadtwerken unter allen Anrufern eine kostenlose Thermografie ihres Wohnhauses. Der Gewinner der Wärmeleck-Analyse wird ausgelost und in unserer Mittwoch-Ausgabe bekannt gegeben.
Wenn es draußen im Winter dunkel und kalt wird, steigt der Energiebedarf im Haus im Vergleich zur Sommerzeit um ein Vielfaches. Besonders teuer wird die Rechnung dann, wenn das Haus die Wärme über Energielecks in die Umwelt abgibt und der Bewohner sprichwörtlich und unfreiwillig „die Straße heizt“. Um so genannte „Wärmebrücken“ zu erkennen und anschließend möglichst effektiv sanieren zu können, bieten die Duisburger Stadtwerke in diesem Winter zum zweiten Mal eine Aktion an, bei der private Hausbesitzer mit einer professionellen Thermografie-Analyse ein Profil ihrer Fassade erstellen lassen können, das präzise Auskunft über Schwachstellen ihres Hauses gibt.
Wo das menschliche Auge Wärmeunterschiede nicht registrieren kann, kommt das Hilfsmittel der Thermografie ins Spiel, das Temperaturen in farbige Visualisierungen umsetzt und in einem Spektrum von kaltem Blau bis hin zu warmem Rot darstellt. Wenn das Haus also auf der grafischen Darstellung „errötet“, besteht Handlungsbedarf, denn die entweichende Energie muss durch die Heizung im Innenraum der Wohnungen kompensiert und damit zusätzlich bezahlt werden.
Ein Blick genügt
Eine Außenansicht des eigenen Hauses kann so gezielte Ansatzpunkte liefern, wo die Renovierung zur Heizkostenreduzierung angepackt werden muss. Klassische Orte für Energiebrücken sind beispielsweise alte Fenster mit Einfachverglasung und dünnwandige Rollladenkästen, die schon beim ersten Blick auf die bunten Thermografie-Bilder deutlich zu erkennen sind.
Im Umfang des Angebotes der Stadtwerke, das bis zum 15. Februar wahrgenommen werden kann, sind die Anfertigung von Thermografieaufnahmen, das Erstellen eines digitalen Vergleichsfotos bei Tageslicht und eine Info-Mappe mit der abschließenden energetischen Einschätzung der Gebäudehülle enthalten. Der Preis für die Analyse schwankt zwischen 150 Euro (Gebäude mit 1 bis 2 Wohneinheiten) über 200 Euro (bis zu 6 WE) bis hin zu maximal 250 Euro (bis zu 15 WE) Mit einer Informationsveranstaltung am kommenden Donnerstag wollen die Stadtwerke in ihrem Kundencenter an der Friedrich-Wilhelm-Straße auf ihre Aktion aufmerksam machen.
Bereits am morgigen Dienstag stehen zwei Fachleute an unserem RP-Lesertelefon Rede und Antwort. Berthold Rohde, Energieberater der Stadtwerke und Dr. Jörg Albert. Spezialist für Thermografie und technische Gebäudesanierung, sind morgen in unserer Lokalredaktion unter den Telefonnummern 0203 92995-14 (Rohde) und 0203 92995-17 (Albert) erreichbar. Sie beantworten zwischen 11 und 13 Uhr alle Fragen zur laufenden Aktion und geben bei Interesse auch weitere Tipps, wie Hausbesitzer Energie sparen können.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







