Duisburg: Jahrbuch-Ära geht zu Ende
VON HANS-ULRICH KRESS - zuletzt aktualisiert: 01.04.2008Duisburg (RPO). Auf der Jahreshauptversammlung gab der Freundeskreis Lebendige Grafschaft bekannt, dass das Jahrbuch 2009 eingestellt wird. Ein Rückblick auf die vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr gab dennoch Anlass zur Freude.
2943 Besucher
Das Friemersheimer Lehrerhaus wurde im vergangenen Jahr von 2943 Gästen besichtigt. 25 Schulklassen mit zusammen 630 Kindern durften Unterricht wie zu Großvaters Zeiten erleben. Neun Gruppen mit 195 Teilnehmern schlemmten nach ihrer Lehrerhausbesichtigung an einer originalen Niederrheinischen Kaffeetafel.
In der guten Stube schlossen 57 Paare ihren Bund fürs Leben. Am 21. Juli 2007 wurde die 700. Hochzeit im Lehrerhaus gefeiert.
friemersheim Mit ernster Miene trat der Vorsitzende des Freundeskreises Lebendige Grafschaft vor die Jahreshauptversammlung im Friemersheimer Lehrerhaus. „Schlechte Nachrichten erfahren sie unmittelbar von mir“, musste Günter Pfeiffer seinen Mitgliedern mitteilen. Noch laufen die Arbeiten für die im Herbst zusammen mit dem befreundeten Nachbarheimatverein „Baalsche Kraien“ geplante 25. Ausgabe des Jahrbuches für die Grafschaft Moers auf Hochtouren. Aber, so Pfeiffer, es werde nach einem Vierteljahrhundert die letzte Ausgabe des beliebten und beachteten Jahrbuchs sein. Ein Jahrbuch für 2010 werde nicht mehr erscheinen. Die kommende Ausgabe 2009 werde „definitiv“ die letzte sein.
Kein Jahrbuch mehr für 2010
„Die Druckkosten fressen uns auf“, stellte Pfeiffer fest. Nicht nur weglaufende Kosten für die die Herstellung vor allem fehlende Sponsoren und nicht mehr zu akquirierende Werbekunden trotz unermüdlichen Klinkenputzens der Jahrbuchmacher ZK nannte er als ausschlaggebende Gründe für den Beschluss.
Vor dieser bitteren Pille des Vorsitzenden gab Freundeskreisgeschäftsführer Uwe Victor in seinem Geschäftsbericht des vorangegangenen Jahres Rechenschaft über die Aktivitäten des Freundeskreises. Im Vordergrund standen wie gewohnt kulturelle Höhepunkte. Er nannte zahlreiche Lesungen, Auftritte des Homberger Schauspielers Georg Adler, der mehrmals im Lehrerhaus mit unterschiedlichen Programmen gastierte, Konzerte wie den beliebten Jazzfrühschoppen und Gemeinschaftsveranstaltungen mit der Rheinhauser Bücherinsel.
Vor allem erinnerte Victor an die Verleihung des Kulturpreises „Friemersheimer Hahn“ an Ingrid Lenders für ihre Verdienste um die Brauchtumspflege, ihr literarisches Werk und nicht zuletzt ihr Engagement für den Erhalt des Rheinhauser Krupp Hüttenwerks. Aber auch in und am Lehrerhaus habe sich einiges getan, meinte Uwe Victor. Vor allem beschrieb er die Verlegung der Grabsteine der Eheleute Guillaume, Friedrich Wilhelm Guillaume war lange Jahre Lehrer in Friemersheim, vom Friedhof an die Mauer des Lehrerhauses in Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde, die Aufstellung einer restaurierten Uhr in der guten Stube und die Rückkehr restaurierter Fahnen der Friemersheimer Dorfschule und des Gesangsvereins Frohsinn.
Kritische Beachtung fand der Hinweis, dass ein asphaltierter Weg über den Friemersheimer Friedhof gebaut werden solle. Die Jahreshauptversammlung regte an, da bisher lediglich einzelne Grabstellen und Gedenksteine unter Denkmalschutz stünden, das gesamte Friedhofsensemble unter Denkmalschutz stellen zu lassen, um den Weg aus Sicht des Freundeskreises überflüssigen Weg zu verhindern.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






