Duisburg: Jugend festigt Freundschaft der Städte
zuletzt aktualisiert: 31.07.2010Duisburg (RPO). Zwei Wochen lang haben eine Pfadfindergruppe aus dem polnischen Darlowo und Jugendliche aus den Jugendzentren Juzo in Homberg und "Die Mühle" in Bergheim miteinander gezeltet, gearbeitet und Spaß gehabt. Mirko Greifenberg von der "Mühle" zieht ein Resümee der Jugendbegegnung.
Die polnischen Gäste haben gesund und munter ihre Rückreise angetreten?
Greifenberg Alle gesund und munter. Wobei das natürlich ein Tal der Tränen war am Busbahnhof: Die Gruppe der polnischen und der deutschen Jugendlichen ist wirklich zusammengewachsen in diesen zwei Wochen.
Was hat Sie persönlich an diesem Austausch am meisten beeindruckt?
Greifenberg Der Zusammenhalt nach dem Sturm, der uns die Zelte weggerissen hat. Da haben wir eine Nacht notgedrungen im Jugendzentrum Juzo geschlafen und am nächsten Tag die Zelte zusammen wieder aufgebaut. Und man hat unheimlich gemerkt, dass die polnischen Jugendlichen Duisburg richtig ins Herz geschlossen haben. Vielen Dank auch noch an die Mitglieder des ESV-Hohenbudberg, die uns tatkräftig unterstützt haben!
Was war für die Jugendlichen am wichtigsten?
Greifenberg Auch der Zusammenhalt, und das Kennenlernen der anderen Kultur. So unterschiedlich sind die Kulturen zwar eigentlich nicht, aber es sind doch andere Lebensumstände. Sehr beeindruckend war es, in die Kirche zu gehen: Die polnischen Pfadfinder sind meist katholisch und sehr gläubig und haben beim Gottesdienst durch Zufall Leute kennen gelernt, die hier im polnischen Kulturverein tätig sind. Und von den Deutschen sind einige mitgegangen, die sonst höchstens mal zu Weihnachten in die Kirche gehen. Einmal haben die Polen zu einem Kirchenlied den polnischen Text mitgesungen, und die Friemersheimer Gemeinde hat den deutschen Text gesungen – einfach so, unabgesprochen.
Waren Teilnehmer der Jugendbegegnung auf der Loveparade?
Greifenberg Diejenigen, die ab 16 Jahre alt waren und eine schriftliche Genehmigung von ihren Eltern hatten, durften hin. Das waren sechs junge Leute, und die kamen alle wohlbehalten wieder zurück.
Wie hat das Unglück die Stimmung geprägt?
Greifenberg Es war natürlich allgegenwärtig, und es ist unfassbar.
Sina Zehrfeld führte das Interview. Bisherige Berichterstattung unter
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