Duisburg: Jungforscher experimentieren
VON STEFAN OSSENBERG - zuletzt aktualisiert: 27.11.2007Duisburg (RPO). Bei Science Lab in Großenbaum ging ein dreimonatiger Kursus zu Ende. Grund genug für die kleinen Teilnehmer, ihren Eltern und Freunden zu demonstrieren, was sie im Bereich Naturwissenschaft alles gelernt haben.
„Woraus besteht Luft?“, „Wie funktionieren Glühlampen“ und „Was ist Magnetismus?“ sind nur einige Fragen, die Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren ihren Eltern immer wieder stellen. Doch mit dieser Art von Neugier und Wissensdurst sind viele Eltern überfordert. „In der Grundschule fehlt es ja an einem praktischen Zugang zu den Naturwissenschaften“, erklärt Kursleiterin Ingrid Elberg das Konzept von „Science Lab“. Dieses Defizit wolle man ausgleichen.
Spielerisch sollen Kinder im Vor- und Grundschulalter bei „Science Lab“ an naturwissenschaftliche Phänomene herangebracht werden und Hintergründe verstehen lernen. Interesse wecken und fördern steht dabei im Vordergrund. „Ich richte mich da ganz nach dem Interesse der Kinder und diktiere ihnen keinen Lehrplan“, so Elberg. Drei Monate dauert ein Kurs in den Räumlichkeiten des katholischen Pfarrheims am Glockenturm in Großenbaum. In der „Science-Lab-Arena“ am Ende eines jeden Kurses präsentieren die kleinen Forscher dann ihre Experimente vor Freunden und Eltern.
Moritz hat sich mit Brückenbau beschäftigt. Mit zwei Blatt Pappe und Bauklötzen demonstriert er, wie eine Brücke die größte Stabilität gewinnt „ Das hilft dem Papier, dass da nichts runterfällt“, erklärt er den Anwesenden strahlend den Grund für den im Halbkreis geknickten Bogen Papier unter der Fahrfläche. Sogar ein Wasserglas findet jetzt dort Stand, wo gerade noch ein Matchboxauto zu schwer war. Lena und Johanna sind da eher an Magneten interessiert. „Der Stabmagnet ist stärker als das Hufeisen, deswegen kann der auch mehr Büroklammern tragen.“ Am beliebtesten sind bei den Kindern aber die Experimente mit Strom. An Batterien angeschlossen leuchtet eine kleine Lampe oder die Sirene ist zur sichtlichen Freude der Kinder zu hören, je nachdem welcher Schalter betätigt wird und wie der Schaltkreis verbunden ist.
Andrea und Klaus Form sind durch eine Demonstrationsstunde im Kindergarten auf „Science Lab“ aufmerksam geworden. „Johanna ist einfach neugierig auf alles. Wir haben uns gedacht: das ist genau das Richtige für Sie.“ In Zeiten der Pisastudie und umstrittener Bildungspolitik fasst Viola Grzybowski nicht nur ihre Motivation Sohn Moritz anzumelden zusammen: „Falsch machen kann man bei sowas ja nichts. Ich find’ es wichtig, jetzt schon Impulse zu wecken.Vielleicht fruchtet es ja.“ Mit diesem Wunsch spricht sie den versammelten Eltern aus der Seele.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







