Duisburg: Kampf um das Gemeindehaus
zuletzt aktualisiert: 29.01.2010Duisburg (RPO). Die Pläne, das Gemeindehaus "Auf dem Wege" abzustoßen, schlagen hohe Wellen. Sogar ein Förderverein hat sich gegründet, der für den Erhalt des Standorts an der Peschmannstraße kämpft. Aus den 35 Gründungsmitgliedern sind mittlerweile mehr als 125 Mitglieder geworden – Tendenz steigend. Die Initiative hat Flugblätter in Umlauf gebracht, auf denen die Gemeindeglieder dazu aufgerufen werden, dem Verein beizutreten und Werbung für ihn zu machen.
"Eine Schließung des Hauses wäre schlimm. Der Standort Bergheim wäre tot. Es ist wichtig für das Gemeindeleben und den ganzen Ortsteil, dass wir das Gebäude mit seinen Angeboten erhalten", sagt Hannes Wallrich vom Jugendzentrum "Tempel", der zum Sprecher des Fördervereins auserkoren wurde. Er und seine Mitstreiter wollen alle Stimmen gegen die Sparpläne bündeln und an einen Tisch bringen. "Wir werden Ideen sammeln und ein alternatives Finanzierungskonzept auf die Beine stellen, um das Gemeindehaus zukunftsfähig zu machen", kündigt Wallrich an. Es gebe immer andere Möglichkeiten, als Häuser zu schließen und abzureißen. Fehlendes Geld könne man auch erwirtschaften, sammeln oder sinnvoll einsparen – es müsse nicht gleich die ganze Arbeit der Gemeinde zerstört werden.
Bei einer Gemeindeversammlung im Haus "Auf dem Wege" soll am Sonntag, 7. Februar, nach dem Gottesdienst über die Sparpläne diskutiert werden. Entscheiden wird aber letztlich der Bevollmächtigten-Ausschuss. Dessen Vorsitzender Matthias Fritzsche betont: "Noch ist nichts beschlossen. Wir sind offen für alternative Lösungsansätze. Diese müssen jedoch zukunftsfähig sein und nicht nur eine kurzfristige Besserung bringen."
Angebote möglichst erhalten
Fest stehe, so Fritzsche, "dass wir etwas tun müssen". Der Friedenskirchengemeinde gehe es da nicht anders als anderen Gemeinden: Auch hier seien die Kirchensteuereinnahmen rückläufig, die Zahl der Gemeindeglieder sinke. Und er betont, dass es auch noch drastischere Sparmaßnahmen geben könnte: "Wir könnten die hauptamtlich geführte Jugendarbeit im ,Tempel' aufgeben oder den Kindergarten schließen."
Aber das wolle man auf keinen Fall. Bevor man Inhalte streiche, wolle man lieber einen Standort aufgeben und so viele Angebote wie möglich an die Lutherstraße verlagern.
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