Duisburg: Karibische Nacht im Strandbad
VON HANS-ULRICH KRESS - zuletzt aktualisiert: 11.08.2008Duisburg (RPO). Soul am See in Wedau krankte in den vergangenen Jahren
oftmals am Wetter. Diesmal stimmte bei der Strandbad-Party alles.Über ein „Soul am See“ endlich wieder ohne Regen freute sich Veranstalter, Initiator und guter Geist des Festivals Klaus Siepmann bei der 14. Veranstaltungsauflage. Trotzdem reckte er das in Ehren ergraute Langhaar trotzig gen Himmel und gab seinen 1200 Gästen mit auf den Weg, dass jede Menge Regencapes zur Not bereit lägen und bei Bedarf mit oder ohne Nass von oben geholt werden könnten. „Der Regen geht jetzt in Amsterdam runter“, verkündete er frohgemut.
Zum Einstieg und Aufwärmen kündigte er das „Arthur Ebeling Quartett“ an, das in den Niederlanden und bei vielen Tourneen ins benachbarte und entferntere Ausland vor allem durch Gesang-, Songwriterqualitäten und virtuoses Gitarrenspiel seines Namensgebers begeisterte. Auch das Publikum in Strandbad an der Wedau ließ das Quartett nicht ohne Zugabe von der Bühne.
An zweiter Stelle auf der Hauptbühne spielte die junge freche Frankfurter Soulband „Candycream“, bevor als Höhepunkt des Abends „Fred Kellner und die Famosen Soulsisters“ in Bigbandstärke antraten. Unterstützt wurden sie von den „Silver Sonic Strings“ um die bekannte Sängerin Anke Engelke. Sie füllten die laue Sommernacht im Strandbad mit Soul und Rock mit einer atemberaubenden Show. Musikalisch weit über die Rolle des Lückenfüllers ragten die heimischen „Musikhausmeister“ auf der Nebenbühne hinaus. „Sie werden euch die Umbaupausen musikalisch versüßen“, hatte sie Klaus Siepmann angekündigt. Als Gitarrenduo leisteten die beiden Duisburger Christoph Terbonssen und Kai Springstein viel mehr. Als Meister der leiseren, melodischeren und souligeren Töne luden sie ihr Publikum zu einer Tour durch die Geschichte des Souls von den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis in die Gegenwart ein.
Viele Gäste des Abends im Strandbad Wedau machten aus dem Festival „Soul am See“ ein Strandfest. Viele waren mit Klappstühlen und Picknickdecken unterm Arm zum See gekommen. Sie packten ungeniert Brezeln, Weintrauben, Käsehäppchen, Chipstüten und allerlei andere Leckereien aus und feierten einen Musikabend in aller Gemütlichkeit.
Einige hatten sich am Ufer bequem niedergelassen, schauten den Wasserskiläufern bei ihren Kunststücken zu, fütterten die Enten und genossen dabei die Musik im Hintergrund. Dabei hatten auch die Veranstalter an die kulinarische Versorgung ihrer Gäste gedacht. Auf einem mächtigen Schwenkgrill brutzelten Fleisch und jede Menge Würste. Es gab selbstverständlich aber auch Pommes und Currywurst.
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