Duisburg: Karstadt - Belegschaft atmet auf
VON ANJA STREICHAN - zuletzt aktualisiert: 03.09.2010 - 17:25 Nach mehr als einem Jahr voller Angst kann nun die Belegschaft der Duisburger
Karstadtfiliale aufatmen. Mit dem Kauf von Investor Nicolas Berggruen sind dort 120 Arbeitsplätze wieder sicher.
Die Karstadtfiliale im Duisburger Forum ist gerettet. Um kurz nach 12 Uhr gab am Freitag Filialgeschäftsführer Klaus-Peter Kundörfer in einer Durchsage bekannt, dass der Kauf der Warenhauskette Karstadt durch den Investor Nicolas Berggruen endlich unter Dach und Fach sei.
So manch einem entfuhr bei dieser Nachricht ein Jubelschrei. Andere Mitarbeiter lagen sich mit Tränen in den Augen in den Armen und stießen mit einem Gläschen Sekt auf den Erfolg an. „Als ich die gute Nachricht hörte, ist mir ist ein unglaublich großer Stein vom Herzen gefallen. Momentan fühle ich mich immer noch wie gelähmt und kann das alles nicht fassen“, sagte Verkäuferin Sylvia Bongartz und strahlte dabei ungläubig über das ganze Gesicht.
Belegschaft feiert
Die 120 Mann starke Belegschaft in Duisburg hatte über ein Jahr um ihre Arbeitsplätze gebangt und gekämpft. Als im Juni 2009 die Insolvenz des Konzerns bekannt wurde, setzten sich die Mitarbeiter und Kunden mit Unterschriftenlisten und Demonstrationen für den Erhalt von Karstadt ein. Mit der Einigung zwischen dem Karstadt-Vermieterkonsortium und Investor Berggruen hat nun auch für die Duisburger Belegschaft „eine lange Zitterpartie ein Ende“, so Filialgeschäftsführer Klaus-Peter Kundörfer.
Besonders die vergangene Woche war schwierig für die Belegschaft. „Ständig hat man etwas anderes in den Nachrichten gehört. Man wusste nicht, ob man in einem Monat Hartz IV beantragen muss, oder ob man bis zur Rente bei Karstadt bleiben kann“, beschreibt Betriebsratsvorsitzende Rita Rodenbücher die Unsicherheit unter den Mitarbeitern. „Oft hat man gar nicht mehr an einen guten Ausgang geglaubt.“ Daran, dass Nicolas Berggruen bereits im Vorfeld angekündigt hat, einige konzeptionelle Änderungen der Karstadtmärkte vorzunehmen, denkt in der Duisburger Filiale noch niemand.
Klaus-Peter Kundörfer dazu: „Unser Haus ist ein sehr moderner Standort, trotzdem wollen wir uns weiterentwickeln.“ Wilhelm Bommann, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, wertete die Entwicklung als Gewinn für die Stadt: „Karstadt ist ein Kundenmagnet und beeinflusst die Innenstadtentwicklung und den Einzelhandel positiv
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