Duisburg: Kein Ende im Streit um Betriebsrat
VON ANNIKA MATHEIS - zuletzt aktualisiert: 05.10.2006Duisburg (RPO). „Die konnten gar nicht anders als sich dort auf der Liste einzutragen“, meint Gaston Schulz-Kleyenstüber vom verdi-Bezirk Niederrhein. Die, damit meint er die Mitarbeiter von Deutschlands viertgrößtem Reiseveranstalter alltours. Genau 217 alltours-Mitarbeiter aus sämtlichen Abteilungen des Unternehmens hatten sich dort verewigt. Die Überschrift lautete: „Ich bin gegen einen Betriebsrat bei alltours flugreisen gmbh und gegen eine Einmischung von verdi“. Durch die Platzierung der Listen an einer „exponierten Stelle“ habe man massiv Einfluss genommen, ist Schulz-Kleyenstüber überzeugt.
Die Diskussion um die geplatzten Betriebsratswahlen bei dem Reiseveranstalter nimmt anscheinend kein Ende. Denn nun hat sich auch die Belegschaft von alltours in einem offenen Brief zu Wort gemeldet. Hier betonen die Mitarbeiter, dass sie unter anderem keine „Formfehler im Zusammenhang mit unserer Betriebsratsversammlung erkennen können“. Weiterhin zeige die Einreichung einer Klage von verdi gegen alltours, dass die Gewerkschaft ein „ganz schlechter Verlierer“ ist.
Zuvor hatten die drei Initiatoren der Betriebsratswahl im Anschluss an die Versammlung schwere Vorwürfe gegen alltours erhoben. Unter anderem hätte alltours-Chef Willi Verhuven den verdi-Mitgliedern den Zutritt verweigert. Alltours wiederum betont, dass verdi übersehen habe, dass sich die Belegschaft auf der Wahlveranstaltung „eindeutig (mit 275 zu einer Stimme) gegen die Anwesenheit von verdi-Vertretern ausgesprochen“ habe. „Im Vergleich zu den meisten Unternehmen in Deutschland geht es uns bei alltours mehr als gut“, betont die Belegschaft.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






