Duisburg: Kein Ort voller Elend und Leid
VON PATRICK CLASEN - zuletzt aktualisiert: 09.08.2010 - 09:55Duisburg (RPO). Auch wenn das Wetter so gar nicht sommerlich war, lud das Tierschutzzentrum in Neuenkamp am Sonntag zu seinem seit 2004 regelmäßig stattfindenden Sommerfest ein. "Im Gegensatz zu unserem Tag der offenen Tür im Frühjahr ist das eine reine Spaßveranstaltung", so die Vorsitzende des Vereins.
"Unser Sommerfest wird jedes Jahr größer. Dieses Jahr haben wir 23 Stände von verschiedenen Spezialvereinen", etwa dem Verein der Tierversuchsgegner oder einem Verein für Hundehilfe. Weiterhin bot das Fest am Nachmittag ein reichhaltiges Programm mit Vorführungen von Hundetrainern und einem Auftritt der Showtanzformation "Crazy Devils". Selbstverständlich wurde auch für das leibliche Wohl mit Grill, Kuchen und Salaten gesorgt, für Kinder gab es das beliebte Kinderschminken, aber auch einen Quiz für die Kleinen.
"Für viele Leute ist das Tierheim ein Ort voller Elend und Leid. Wir versuchen, offen zu sein, und erhoffen uns, dass die Leute sich mit den Tieren beschäftigen", erzählt die Vereinsvorsitzende.
Der seit 2002 bestehende Verein, der das Städtische Tierheim leitet, beherbergt über 400 Tiere, um die sich 18 Mitarbeiter und unzählige ehrenamtliche Helfer kümmern. Dennoch kann das Tierheim sich nicht um alle Tiere kümmern. "Reptilien etwa können wir nicht artgerecht halten, deshalb ist der Kontakt mit anderen Vereinen sehr wichtig", betont Monika Lange.
Eine besondere Besucherin des Festes war Gabrielle Zeller, Vorsitzende der Beagle Club Landesgruppe Rheinland. "Unser Verein kümmert sich um die Zucht der Rasse und eine artgerechte Haltung der Tiere", erzählt sie. "Einmal im Jahr vergeben wir eine Spende, diesmal haben wir uns für das Tierschutzzentrum in Duisburg entschieden."
Monika Lange nahm die 500-Euro-Spende dankbar entgegen. "Spenden sind für uns immer eine schöne Sache. Erst kürzlich hat der Frisör am Opernplatz 1415 Euro bei einer Charityaktion für uns gesammelt", sagt sie.
Am 3. Oktober lädt das Tierschutzzentrum erneut ein, dann zu einer Hunde-Rallye.
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