Duisburg: Kinder legen flotten Auftritt hin
VON INGO HODDICK - zuletzt aktualisiert: 11.04.2011Duisburg (RPO). Im Anschluss an das Orgelkonzert von László Fassang stellte sich in der gut gefüllten Mercatorhalle erstmals die Junge Chorakademie Duisburg vor: 250 Grundschüler füllten die Bühne und sangen, was das Zeug hält.
Singen soll wieder Alltag werden für Duisburger Grundschüler. Zu diesem Zweck haben die Duisburger Philharmoniker und die Niederrheinische Musik- und Kunstschule die Junge Chorakademie Duisburg ins Leben gerufen, die sich am Samstagnachmittag erstmals in der Mercatorhalle vorstellte. Es war ein beeindruckender, rührender und emotional mitreißender Auftakt. Duisburgs Konzertpädagogin Lisa Unterberg heizte die Spannung zuvor zusätzlich an mit der ironischen Bemerkung: "Sie können sich vorstellen, mit welcher unendlichen Ruhe 250 Grundschüler jetzt hinter der Bühne auf ihren Auftritt warten."
Fortsetzung folgt
Die erfolgreiche Konzertreihe "Toccata – Orgelmusik am Samstagnachmittag" wird auch in der kommenden Saison 2011 / 2012 fortgesetzt, erklärte Philharmonie-Intendant Dr. Alfred Wendel. Näheres sei dem Jahresprogramm "play!" zu entnehmen, das Anfang Juni erscheint. Dann wird sich auch zeigen, wie es mit der neuen Jungen Chorakademie Duisburg weitergeht.
Ebenso lässig wie fröhlich
Und dann marschierten sie ein, füllten nach und nach die Bühne, bildeten ein buntes Bild, waren teilweise mit ihren Schul-T-Shirts angetreten. Der begrüßende Beifall der Eltern, Verwandten, Freunde, Fans und Interessierten wollte kein Ende nehmen, die Kameras blitzten und surrten.
Chorleiter Bernhard Quast und die jeweiligen Lehrerinnen hatten zunächst Mühe, die wuselnde Masse zu ordnen, die aber irgendwann ziemlich konzentriert dastand und ebenso lässig wie fröhlich sang. Besonders nervös wirkten die Kinder nicht, nur positiv aufgeregt über den großen Auftritt.
Gesungen wurde "Mein schöner Tag", das waren meist Kanons, von einen Sprech- und Klatschkanon über den "Guten Morgen" bis zu dem bekannten "Oh wie wohl ist mir am Abend", bei dem auch das Publikum mitsingen durfte. Große Begeisterung, als alles gut geklappt hatte – und vor allem, als Bernhard Quast verriet, dass es keine gemeinsame Probe der Schulchöre gegeben hatte, dass Salvatorkantor Marcus Strümpe spontan als Klavierbegleiter dazu gekommen war, dass die Fasel-Stiftung und der Lions Club großzügig unterstützt hatten und dass das Personal der Mercatorhalle extra länger geblieben war.
Zuvor Konzert von László Fassang
Denn zuvor hatte der junge ungarische Organist László Fassang in dem gut gefüllten Konzertsaal die vierte und letzte Ausgabe dieser Saison der Konzertreihe "Toccata - Orgelmusik am Samstagnachmittag" gegeben. Der Dozent von der Budapester Franz-Liszt-Akademie setzte natürlich einen Schwerpunkt auf Werke des vor 200 Jahren geborenen Liszt.
Zusätzlich zu einer Bearbeitung für Orgel der sinfonischen Dichtung "Orpheus" hatte er Liszts originale, kraftvolle Fantasie und Fuge über die Tonfolge B-A-C-H ins Programm genommen. Das war eines der bisher besten Konzerte an der Eule-Orgel. Zum Abschluss improvisierte László Fassang über "Happy Birthday", denn sein Onkel hatte am Tag zuvor Geburtstag. Dieser Onkel ist kein anderer als Janos Fassang, stellvertretender Solofagottist der Duisburger Philharmoniker.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







