Duisburg: Kindergarten wird doppelt so groß
VON SANDRA KAISER - zuletzt aktualisiert: 09.09.2010Duisburg (RPO). Kirchenaustritte, demografischer Wandel – auch in der Evangelischen Kirchengemeinde Essenberg-Hochheide hinterlässt dies Spuren. Um ihre jährlichen Defizite auszugleichen, will die Gemeinde Gebäude verkaufen. Den Kindergarten dagegen will man stärken: Er soll erweitert werden.
Hochheide Die Evangelische Kirchengemeinde Essenberg-Hochheide hat gestern Abend zu einer Infoveranstaltung ins Gemeindehaus an der Kirchstraße in Hochheide eingeladen. Pfarrer Johannes Berghaus hatte erfreuliche, aber und weniger erfreuliche Dinge zu verkünden.
Die gute Nachricht vorweg: Bald soll der Ausbau der Kindertagesstätte an der Kreuzstraße 13 in Hochheide beginnen. "Die Pläne des Architekten liegen vor, der Investitionszuschuss ist beantragt", erklärte Pfarrer Berghaus unserer Redaktion im Vorfeld der Veranstaltung. Sobald der Förderantrag bewilligt sei, könne es losgehen.
Geplant ist ein Anbau, der noch einmal genau so groß ist wie das bestehende Gebäude. Der zusätzliche Platz ist zum einen nötig, weil die bislang zwei Gruppen auf drei aufgestockt werden sollen; zum anderen muss die Gemeinde die Vorgaben des neuen Kinderbildungsgesetzes erfüllen. Der Anbau soll einen Turnraum, einen Essensraum, eine Küche sowie für die neue dritte Gruppe einen Wasch-, einen Gruppen-, einen Gruppenneben- und einen Ruheraum beherbergen.
"Kein leichter Schritt"
Die schlechte Nachricht ist, dass die Gemeinde, um ihr Defizit auszugleichen, ihre Immobilien an der Hanielstraße in Hochheide und an der Kaiserstraße in Essenberg verkaufen will. Die Gemeindeglieder waren darüber über den Gemeindebrief und in Gottesdiensten informiert worden. "Uns geht es da wie eigentlich allen Kirchengemeinden: Wir haben zu viele Gebäude, die wir nicht mehr brauchen und die wir uns auch nicht mehr leisten können", sagt Pfarrer Berghaus. In den 70er Jahren, als noch genug Geld da gewesen sei, sei das alles noch möglich gewesen. "Aber die Zeiten haben sich geändert", so der Pfarrer. "Unser strukturelles Defizit wird immer größer. Deshalb müssen wir uns anpassen und Konsequenzen ziehen." Ein leichter Schritt sei das nicht, aber er müsse getan werden.
Berghaus spricht von einer Zeitschiene bis 2015: "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Maßnahmen bis dahin umzusetzen."
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